Kulturlockdown auf unbestimmt verlängert

Aktualisiert am 20.3.2021

Coronavirus: Bundesrat wartet mit Öffnung zu

Gemäss Bundesratsbeschluss vom 19. März 2021 bleiben Kultureinrichtungen ausser Museen weiterhin geschlossen. Einzige Änderung ab dem 22. März: Bei Treffen in Innenräumen im Familien- und Freundeskreis sind wieder bis zu 10 Personen zulässig, Kinder mitgezählt.

Seit 1. März 2021 sind Läden, Museen und Lesesäle von Bibliotheken wieder offen, ebenso nutzbar sind die Aussenbereiche von Sport- und Freizeitanlagen, Zoos und botanischen Gärten. Im Freien sind Treffen im Familien- und Freundeskreis sowie sportliche und kulturelle Aktivitäten mit bis zu 15 Personen erlaubt, im Innern im Familien- und Freundeskreis mit bis zu 10 Personen. Jugendliche und junge Erwachsene bis 20 Jahre können den meisten sportlichen und kulturellen Aktivitäten wieder nachgehen.

Wann der nächste Öffnungsschritt folgen soll, ist noch offen. Der Bundesrat wird am 14. April über das weitere Vorgehen entscheiden.

Medienmitteilung des Bundesrates vom 19.3.2021

Bis 20 Jahre: uneingeschränkt Sport und Kultur ohne Publikum
In seiner Sitzung vom 24. Februar 2021 hat der Bundesrat auf den 1. März 2021 die möglichen Aktivitäten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen erweitert. Die Altersgrenze für Erleichterungen im Sport und in der Kultur hob er von 16 auf 20 Jahre (Jahrgang 2001) an. Zum anderen sind auch Wettkämpfe in allen Sportarten sowie Konzerte ohne Publikum erlaubt. Kinder- und Jugendchören ist das Singen gestattet. Ausserdem sind Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit wie Jugendtreffs seit dem 1. März wieder zugänglich.
Öffnungen: Läden, Museen, Zoos, Sportanlagen, maximal 15 Personen draussen
Alle Läden können offen halten, die Anzahl der Kundinnen und Kunden ist allerdings beschränkt. Auch Museen sowie Lesesäle von Archiven und Bibliotheken dürfen öffnen. Die Aussenbereiche von Zoos, botanische Gärten und Freizeitanlagen sind zugänglich – mit Maske und Abstand sowie begrenzter Kapazität. Im Freien sind Menschenansammlungen und Treffen im Familien- und Freundeskreis mit maximal 15 Personen erlaubt, im Innern mit bis maximal 10 Personen, Kinder mitgezählt. 
Richtwerte für Öffnungsschritte
Für die Beurteilung des nächsten Öffnungsschrittes hat der Bundesrat Richtwerte festgelegt: Die Positivitätsrate soll unter fünf Prozent, die Auslastung der Intensivplätze mit Covid-19-Patienten unter 250 belegten Betten und die durchschnittliche Reproduktionszahl über die letzten 7 Tage unter 1 liegen. In einem möglichen Öffnungsschritt geht es unter anderem um Kultur- und Sportveranstaltungen mit Publikum in begrenztem Rahmen, Homeoffice-Pflicht, Sport in Innenräumen und die Öffnung von Restaurantterrassen.
Verstärkte Unterstützung des Kultursektors
An seiner Sitzung vom 18. Dezember 2020 hat der Bundesrat eine Änderung der Covid-19-Kulturverordnung gutgeheissen. Neu können auch Kulturschaffende eine Ausfallentschädigung beziehen. Kulturunternehmen erhalten ebenfalls eine verstärkte Unterstützung. Die Umsetzung dieser Änderungen erfolgt ab Januar 2021 in Zusammenarbeit mit den Kantonen, welche diese Hilfsmassnahmen zur Hälfte mitfinanzieren. Ausserdem sollen künftig auch Freischaffende rückwirkend auf November 2020 eine Entschädigung beantragen können.

Unsere Informationen zu Finanzhilfen und Links zu den Gesuchsportalen  finden Sie hier >>>

Home-Office-Pflicht

Seit Montag, 18. Januar gilt eine Home-Office-Pflicht. Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind verpflichtet, Home-Office überall dort anzuordnen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist. Die Arbeitgebenden schulden den Arbeitnehmenden keine Auslagenentschädigung etwa für Strom- oder Mietkosten, da die Anordnung nur vorübergehend ist.

Weitere Massnahmen am Arbeitsplatz
Wo Home-Office nicht oder nur zum Teil möglich ist, werden weitere Massnahmen am Arbeitsplatz erlassen: Zum Schutz von Arbeitnehmenden gilt in Innenräumen überall dort eine Maskenpflicht, wo sich mehr als nur eine Person in einem Raum aufhält. Ein grosser Abstand zwischen Arbeitsplätzen im gleichen Raum genügt nicht mehr.

Schutz besonders gefährdeter Personen
Besonders gefährdete Personen werden spezifisch geschützt. Dazu wird das Recht auf Homeoffice oder ein gleichwertiger Schutz am Arbeitsplatz oder eine Beurlaubung für besonders gefährdete Personen eingeführt. Für gefährdete Personen in Berufen, in denen die Schutzbestimmungen nicht umgesetzt werden können, muss der Arbeitgeber die betroffenen Arbeitnehmenden unter voller Lohnzahlung von der Arbeitspflicht befreien. In diesen Fällen besteht ein Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz.

Newsletter 1/2021 – Ausfallentschädigung – Petition Taskforce – Merkblatt Steuern – Vorinfo GV

Liebe Mitglieder,
teure Unterstützerinnen und Unterstützer,
geschätzte Interessierte

Wir haben für Sie folgende Informationen betreffend Covid-19:

  1. Ausfallentschädigungen für Kulturschaffende – elektronisches Gesuchsportal des Kantons Zürich per sofort offen
  2. Taskforce Culture – Petition ans Parlament für rasche Hilfe
  3. Covid-19-Merkblatt für die Steuererklärung 2020 bezüglich Unterstützungszahlungen

Und in eigener Sache:

  1. Vorinformation zur GV von Pro Kultur Kanton Zürich.

  1. Ausfallentschädigung für Kulturschaffende – elektronisches Gesuchsportal des Kantons Zürich per sofort offen

Ab sofort können Kulturschaffende des Kantons Zürich Gesuche über das elektronische Gesuchsportal einreichen. Eingabefrist ist der 31. März 2021. Über die genauen Bedingungen informiert Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Vorsteherin der Direktion der Justiz und des Innern an einer
Medienkonferenz morgen Donnerstag, 4. März um 10.30 Uhr
Livestream der Medienkonferenz des Kantons Zürich >>>
Hier geht es zum Gesuchsportal >>>

Kulturunternehmen: Die nächste Eingabefrist für Gesuche von Kulturunternehmen ist der 15. Mai 2021.


  1. Taskforce Culture – Petition für rasche Hilfe

Die Taskforce Culture hat eine Petition mit Forderungen und Erwartungen an den Bundesrat und das eigenössische Parlament lanciert. Einiges wurde bereits erreicht. Viele Lücken bestehen weiterhin. Manche Abläufe sind kompliziert und nicht praxistauglich; die dringend nötige Hilfe erreicht den Kultursektor zu langsam oder gar nicht!

Die Erwartungen der Taskforce Culture sind einfach und konstruktiv:

  • Die Schliessung der Lücken verhindert spätere Mehrkosten für den Sozialstaat: Kulturschaffende bleiben in ihren Berufen und nehmen ihre Arbeit wieder auf, sobald die gesundheitliche Lage es erlaubt.
  • Der vereinfachte Zugang bietet rasche statt zu späte Hilfe, und entlastet die umsetzenden Behörden und damit das gesamte System.

Pro Kultur Kanton Zürich trägt die Petition als Erstunterzeichner mit.
Petition unterzeichnen >>>
Details auf www.taskforceculture.ch >>>
Medienmitteilung der Taskforce Culture >>>


  1. Covid-19-Merkblatt für die Steuererklärung 2020 bezüglich Unterstützungszahlungen

Wie müssen Unterstützungszahlungen aufgrund von Covid-19-Massnahmen versteuert werden? Wir haben für Sie zusammen mit dem Steueramt des Kantons Zürich ein Merkblatt erstellt. Darin finden Sie Informationen, was Sie beim Ausfüllen der Steuererklärung beachten müssen in Bezug auf Erwerbsersatz bzw. EO-Entschädigung, Ausfallentschädigung für Kulturschaffende, Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen und Nothilfe.
Covid-19-Merkblatt Steuern 2020 >>>


  1. Mitgliederversammlung 2021 von Pro Kultur Kanton Zürich

Da die pandemische Situation in absehbarer Zeit kaum eine GV im klassischen Sinne erlauben wird, hat der Vorstand von Pro Kultur Kanton Zürich beschlossen, die formalen Geschäfte der Mitgliederversammlung wiederholt auf schriftlichem Weg durchzuführen. Um dennoch einen unmittelbaren Dialog zwischen Vorstand und Mitgliedern zu fördern, plant die Geschäftsstelle einen Austausch per Videokonferenztools. Termine und weitere Informationen folgen.


Bis bald!

Im Namen des Vorstandes
Philippe Sablonier, Geschäftsleiter

Covid-19-Massnahmen: Petition ans Bundesparlament – Lücken schliessen und Massnahmen vereinfachen

25. Februar 2021

Petition ans Bundesparlament

Petition jetzt unterzeichnen >>>

Seit einem Jahr herrscht in der Kulturbranche der Corona-Ausnahmezustand. Noch ist nicht klar, wann die Bühnen wieder öffnen können. Doch schon heute wissen wir, dass die wirtschaftlichen Folgen den Kultursektor noch lange beeinträchtigen werden, auch während einer schrittweisen Öffnung. Seit März 2020 engagieren sich die Kulturverbände via Taskforce Culture bei Bundesverwaltung und Parlament, intensiv für den mittel- und langfristigen Erhalt der kulturellen Vielfalt unseres Landes, für die professionellen Kulturschaffenden und Kulturunternehmen, für die Laienkultur und für die kulturelle Bildung.

Einiges wurde bereits – nicht zuletzt mit Ihrer Hilfe – erreicht. Viele Lücken bestehen weiterhin, und manche Abläufe sind kompliziert und nicht praxistauglich; die dringend nötige Hilfe erreicht den Kultursektor zu langsam oder gar nicht!.

Wir fordern Parlament und Bundesrat auf, diese längst erkannten Probleme in der Frühlingssession endlich zu lösen!

Unsere Erwartungen sind einfach und konstruktiv:

  • Die Schliessung der Lücken verhindert spätere Mehrkosten für den Sozialstaat: Wir bleiben in unserem Beruf und nehmen unsere Arbeit wieder auf, sobald die gesundheitliche Lage es erlaubt.
  • Der vereinfachte Zugang bietet rasche statt zu späte Hilfe , und entlastet die umsetzenden Behörden und damit das gesamte System

Weiterlesen >>>

Petition jetzt unterzeichnen >>>

Detaillierte Formulierungen und erläuternde Beispiele finden Sie auf www.taskforceculture.ch

Kulturlockdown verlängert – Museen dürfen ab 1. März öffnen – Lockerungen für Kinder und Jugendliche

Aktualisiert am 24.2.2021

Coronavirus: Bundesrat beschliesst ersten Öffnungsschritt ab 1. März 2021

Ab Montag, 1. März 2021, können Läden, Museen und Lesesäle von Bibliotheken wieder öffnen, ebenso die Aussenbereiche von Sport- und Freizeitanlagen, Zoos und botanischen Gärten. Im Freien sind Treffen im Familien- und Freundeskreis sowie sportliche und kulturelle Aktivitäten mit bis zu 15 Personen wieder erlaubt. Jugendliche und junge Erwachsene bis 20 Jahre können den meisten sportlichen und kulturellen Aktivitäten wieder nachgehen.

Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 24. Februar 2021 nach Konsultation der Kantone entschieden. Der nächste Öffnungsschritt soll am 22. März erfolgen, wenn es die epidemiologische Lage erlaubt.

Öffnungen: Läden, Museen, Zoos, Sportanlagen, maximal 15 Personen draussen
Alle Läden können wieder öffnen, die Anzahl der Kundinnen und Kunden wird allerdings beschränkt. Auch Museen sowie Lesesäle von Archiven und Bibliotheken können wieder öffnen. Die Aussenbereiche von Zoos, botanische Gärten und Freizeitanlagen sind wieder zugänglich – mit Maske und Abstand sowie begrenzter Kapazität. Im Freien sind Menschenansammlungen und Treffen im Familien- und Freundeskreis mit maximal 15 Personen erlaubt.Bis 20 Jahre: uneingeschränkt Sport und Kultur ohne Publikum
Der Bundesrat erweitert die möglichen Aktivitäten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Er hebt zum einen die Altersgrenze für Erleichterungen im Sport und in der Kultur von 16 auf 20 Jahre (Jahrgang 2001) an. Zum anderen sind neu auch Wettkämpfe in allen Sportarten sowie Konzerte ohne Publikum wieder erlaubt. Kinder- und Jugendchören ist das Singen wieder gestattet. Ausserdem sind Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit wie Jugendtreffs wieder zugänglich.

Richtwerte für Öffnungsschritt am 22. März 2021
Der nächste Öffnungsschritt soll am 22. März erfolgen, mit der Konsultation der Kantone ab dem 12. März und dem Entscheid des Bundesrats am 19. März. Dabei geht es unter anderem um Kultur- und Sportveranstaltungen mit Publikum in begrenztem Rahmen, Homeoffice-Pflicht, Sport in Innenräumen und die Öffnung von Restaurantterrassen. Für die Beurteilung des nächsten Öffnungsschrittes hat der Bundesrat Richtwerte festgelegt: Die Positivitätsrate soll unter fünf Prozent, die Auslastung der Intensivplätze mit Covid-19-Patienten unter 250 belegten Betten und die durchschnittliche Reproduktionszahl über die letzten 7 Tage unter 1 liegen. Zudem soll die 14-Tages-Inzidenz am 17. März nicht höher sein als bei der Öffnung am 1. März.

Verstärkte Unterstützung des Kultursektors
An seiner Sitzung vom 18. Dezember 2020 hat der Bundesrat eine Änderung der Covid-19-Kulturverordnung gutgeheissen. Neu können auch Kulturschaffende eine Ausfallentschädigung beziehen. Kulturunternehmen erhalten ebenfalls eine verstärkte Unterstützung. Die Umsetzung dieser Änderungen erfolgt ab Januar 2021 in Zusammenarbeit mit den Kantonen, welche diese Hilfsmassnahmen zur Hälfte mitfinanzieren.

Unsere Informationen zu Finanzhilfen und Links zu den Gesuchsportalen  finden Sie hier >>>

Home-Office-Pflicht

Seit Montag, 18. Januar gilt eine Home-Office-Pflicht.Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind verpflichtet, Home-Office überall dort anzuordnen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist. Die Arbeitgebenden schulden den Arbeitnehmenden keine Auslagenentschädigung etwa für Strom- oder Mietkosten, da die Anordnung nur vorübergehend ist.

Weitere Massnahmen am Arbeitsplatz
Wo Home-Office nicht oder nur zum Teil möglich ist, werden weitere Massnahmen am Arbeitsplatz erlassen: Zum Schutz von Arbeitnehmenden gilt in Innenräumen überall dort eine Maskenpflicht, wo sich mehr als nur eine Person in einem Raum aufhält. Ein grosser Abstand zwischen Arbeitsplätzen im gleichen Raum genügt nicht mehr.

Schutz besonders gefährdeter Personen
Besonders gefährdete Personen werden spezifisch geschützt. Dazu wird das Recht auf Homeoffice oder ein gleichwertiger Schutz am Arbeitsplatz oder eine Beurlaubung für besonders gefährdete Personen eingeführt. Für gefährdete Personen in Berufen, in denen die Schutzbestimmungen nicht umgesetzt werden können, muss der Arbeitgeber die betroffenen Arbeitnehmenden unter voller Lohnzahlung von der Arbeitspflicht befreien. In diesen Fällen besteht ein Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz.

Medienmitteilung der Taskforce Culture – Gemeinsam für einen Neustart des Schweizer Kulturlebens

Bern / Montag, 25. Januar 2021

Medienmitteilung der Taskforce Culture

zum zweiten Treffen der Schweizer Kulturbranche mit Bundesrat Alain Berset

Gemeinsam für einen Neustart des Schweizer Kulturlebens

Die Verbände der Schweizer Kulturschaffenden, Kulturunternehmen und der Laienkultur – organisiert in der Taskforce Culture – trafen sich heute mit Bundesrat Alain Berset sowie den führenden Vertreter*innen der Bundesämter für Kultur, Gesundheit und Sozialversicherungen sowie dem Staatssekretariat für Wirtschaft. Sie betonten die Wichtigkeit von möglichst lückenlosen Entschädigungen sowie der gemeinsamen Erarbeitung von Perspektiven.

Eingangs betonte die Taskforce Culture die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen den Behörden und der Kulturbranche. Es braucht effiziente Lösungen für die Betroffenen, die seit nunmehr 11 Monaten unter einem Arbeitsverbot leiden. Nebst der Verbesserung der Unterstützungsmassnahmen – Kultur- und gesamtwirtschaftliche Massnahmen – benötigt die Kulturbranche geeignete Rahmenbedingungen für einen verbindlich planbaren Neustart. Konstruktive Lösungen in dieser schwierigen Situation lassen sich nur gemeinsam finden. Der Schweizer Kultursektor will seinen Beitrag dazu leisten im engen Austausch mit den Kantonen und den zuständigen Bundesämtern.

Entsprechend standen beim heutigen Gespräch drei Themenkreise im Vordergrund:

1. Wiederaufnahme des Kulturlebens

Die Kulturverbände betonen den dringenden Wunsch nach Wiederaufnahme des Kulturlebens unter Berücksichtigung der notwendigen gesundheitspolitischen Massnahmen. Nach 11 Monaten Ungewissheit braucht es nun Perspektiven: Für eine schrittweise Wiedereröffnung sind ein ausreichender zeitlicher Vorlauf sowie gemeinsam erarbeitete Schutzkonzepte wichtig. Die Schutzmassnahmen müssen differenzierter ausgestaltet werden, z.B. nach infrastrukturellen Gegebenheiten oder auch nach Veranstaltungsarten. Ausserdem sind in der Phase des Neustarts Beiträge an die neuen Gegebenheiten – künstlerischer oder infrastruktureller Art – sowie für die Rückgewinnung des Publikums entscheidend. Derzeit entstehen in der Szene Konzepte für die Wiederaufnahme von kontrollierten und damit sicheren Kulturveranstaltungen (z.B. «Basler Modell»). Die Kulturbranche sieht das heutige Gespräch als Auftakt für eine enge Zusammenarbeit mit dem BAG, den Kantonen und den Wissenschaftler*innen, um in den nächsten Wochen diese differenzierten Konzepte, Bewilligungskriterien sowie einen Zeitplan zu definieren, damit wir beim Re-Start bereit sind.

2. Schliessung der Unterstützungslücken

Zweitens legten die Kulturverbände die aktuellen Lücken im Netz der Unterstützungsmassnahmen dar. Da in der Kultur mittlerweile alle Reserven

aufgebraucht sind, ist es für den Erhalt der Kulturvielfalt elementar, dass diese Lücken geschlossen werden. Oftmals basieren diese Lücken auf der fehlenden Harmonisierung der verschiedenen Unterstützungsmassnahmen untereinander, aber auch auf einem fehlenden Bewusstsein für die typischen, projektbasierten Arbeitsrealitäten der Kultur.

Die dringendsten Anliegen sind:

  • Die Ausfallentschädigung muss schweizweit 100% des anerkannten Schadens decken (statt nur 80%) für alle Kulturunternehmen und Kulturschaffenden, solange kein Re-Start möglich ist.
  • Nach 11 Monaten Winterschlaf brauchen Veranstaltende dringend einen Rettungsschirm für die vollen entstandenen Kosten.
  • Freischaffende Künstler*innen, die regelmässig in befristeten Anstellungen arbeiten, müssen entschädigt werden: Die Kurzarbeitsentschädigung, die seit 1. Januar auch wieder für befristete Anstellungen möglich ist, bleibt ihnen faktisch verwehrt (Veranstaltungsverbot > keine neuen, befristeten Anstellungen).
  • Selbstständigerwerbende und Einzelunternehmer*innen können ihre laufenden Kosten (Mieten, Löhne von Angestellten usw) nicht decken, da der Erwerbsersatz maximal 80% des Nettoeinkommens deckt (in dem die Fixkosten abgezogen sind) und bei den Härtefällen sind sie als Kulturunternehmen ausgeschlossen.
  • Anpassung des Berechnungsmodells bezüglich der Entschädigung von Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung – das aktuelle System bzw. die Entschädigung über den Erwerbsersatz genügt nicht.
  • Ausfallentschädigungen für Kulturschaffende sind seit 19. Dezember zwar wieder möglich, aber die Formulare sind noch in fast keinem Kanton zugänglich. Ausserdem besteht eine unerklärliche Lücke für die Zeit vom 1. bis 19. Dezember
  • Bessere Berücksichtigung der Situation zahlreicher Kulturschaffenden, die nach wie vor durch die Maschen des Entscheidungssystems fallen
  • Die Bedingungen für das wichtige Werkzeug der Transformationsprojekte sind in gewissen Kantonen noch weitgehend ungeklärt oder unbekannt.

3. Massnahmendschungel

Drittens erläuterte die Taskforce Culture die grosse Unübersichtlichkeit der Unterstützungsmassnahmen. Dies hat nicht nur mit den unterschiedlich kantonalen Umsetzungen zu tun, denn die Taskforce Culture anerkennt durchaus die Bemühungen der kantonalen Konferenzen um Vereinheitlichung. Es liegt vielmehr auch an der fehlenden Harmonisierung der Massnahmen und der Kommunikation auf Bundesebene: Vier verschiedene Bundesämter sind zuständig für Corona- Erwerbsersatz (BSV), Härtefallmassnahmen (EFD), Kurzarbeitsentschädigung (SECO) und spezielle Kulturmassnahmen (BAK). Hier braucht es dringend:

  • Eine fortlaufend aktualisierte, einfach zugängliche Übersicht (Informationsseite des Bundes) über alle Massnahmen auf sämtlichen föderalen Ebenen und ihr Zusammenspiel.
  • Eine Ansprechperson auf Bundesebene, die Unklarheiten/Probleme sammelt, strukturiert und zurückmeldet oder abklären lässt.
  • Eine zentrale Datenbank, die (befristet) die verschiedenen gesprochenen Unterstützungsbeiträge der Gesuchstellenden verwaltet, um Verrechnungen auf einer aktuellen und einheitlichen Basis vornehmen zu können.

Kanton Zürich schafft per sofort unbürokratisches Corona-Ersatzeinkommen für Kulturschaffende

Neues Entschädigungsmodell

Weil die Corona-Pandemie viele Kulturschaffende in existenzielle Not bringt, haben Bundesrat und Bundesversammlung entschieden, dass Kulturschaffende wieder von Ausfallentschädigungen profitieren können. Der Kanton Zürich setzt diese Vorgaben nun überraschend schnell und unbürokratisch um: Kulturschaffende sollen befristet 3840 Franken «Grundeinkommen» erhalten.

Die Vorsteherin der Direktion der Justiz und des Inneren, Regierungsrätin Jacqueline Fehr, hat am 15. Januar 2021 entschieden, dass die Fachstelle Kultur des Kantons Zürich ein neues, einfaches Entschädigungsmodell anwenden soll. Nach den Erfahrungen im Frühsommer 2020, welche die Grenzen der Bürokratie aufzeigten, ist das ein wichtiger und richtiger Impuls, um schlecht bezahlte Kulturschaffende vor dem existenziellen Ruin zu bewahren.

Ersatzeinkommen von monatlich 3840 Franken für geringverdienende Kulturschaffende

Das neue Modell sieht vor, dass Kulturschaffende rückwirkend ab dem Monat Dezember 2020 und befristet bis Ende April 2021 ein Ersatzeinkommen von monatlich 3840 Franken erhalten. Das entspricht 80 Prozent eines angenommenen monatlichen Schadens von 4800 Franken. Von diesen 3840 Franken abgezogen werden alle Zahlungen, die die Kulturschaffenden aus anderen Quellen bekommen, beispielsweise aus der Erwerbsersatzentschädigung. Kulturschaffende deklarieren ihre Zahlen selber. Die Fachstelle Kultur wird Stichproben durchführen. Falschangaben haben strafrechtliche Konsequenzen.

Das Modell sorgt dafür, dass geringverdienende Kulturschaffende überleben können. Gutverdienende unter den Kulturschaffenden werden im Modell nicht berücksichtigt. Diese sollen weiterhin über abgesagte Grossveranstaltungen und über die Erwerbsersatzgelder entschädigt werden. Das Vorgehen entspricht den Vorgaben des Bundes. Er hält die Kantone dazu an, möglichst einfache Lösungen mit wenig administrativem Aufwand zu finden.

Gesuche sind an die Fachstelle Kultur zu richten

Weitere Informationen zum Vorgehen und die entsprechenden Formulare finden Sie auf der entsprechenden Webseite der Fachstelle Kultur des Kantons Zürich (falls die Webseite noch keine Hinweise enthält, die neuen Infos werden demnächst aufgeschaltet werden).

Medienmitteilung des Regierungsrats vom 15.1.2021

Kulturlockdown bis 28. Februar 2021 verlängert

Aktualisiert am 14.1.2021

Covid-19 : Bundesrat verschärft Massnahmen

Restaurants sowie Kultur-, Freizeit- und Sportbetriebe bleiben bis am 28. Februar 2021 geschlossen, ausserdem gilt ab 18. Januar 2021 Home-Office-Pflicht.
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 13. Januar 2021 nach Konsultation der Kantone die nationalen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus noch einmal verstärkt. Ziel ist, die Zahl der Kontakte stark zu reduzieren. Restaurants sowie Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen bleiben mindestens bis und mit Sonntag, 28. Februar geschlossen, ebenso Museen, Kinos, Bibliotheken, Casinos, botanische Gärten und Zoos sowie andere Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Kulturelle Aktivitäten bleiben in Kleingruppen möglich. Veranstaltungen mit Publikum bleiben verboten. Alternative Veranstaltungsformen bleiben gestattet, zum Beispiel online übertragene Veranstaltungen. Weitere Informationen siehe Medienmitteilung des Bundesrates vom 13.1.2021:
Coronavirus: Bundesrat verlängert und verschärft Massnahmen

Verstärkte Unterstützung des Kultursektors
An seiner Sitzung vom 18. Dezember 2020 hat der Bundesrat eine Änderung der Covid-19-Kulturverordnung gutgeheissen. Neu können auch Kulturschaffende eine Ausfallentschädigung beziehen. Kulturunternehmen erhalten ebenfalls eine verstärkte Unterstützung. Die Umsetzung dieser Änderungen erfolgt ab Januar 2021 in Zusammenarbeit mit den Kantonen, welche diese Hilfsmassnahmen zur Hälfte mitfinanzieren.

Unsere Informationen zu Finanzhilfen und Links zu den Gesuchsportalen  finden Sie hier >>>

Home-Office-Pflicht

Neu gilt ab Montag, 18. Januar eine Home-Office-Pflicht, Läden für Güter des nicht-täglichen Bedarfs werden geschlossen, private Veranstaltungen und Menschenansammlungen werden weiter eingeschränkt und der Schutz von besonders gefährdeten Personen am Arbeitsplatz wird verstärkt.

Die Arbeitgeber sind verpflichtet, Home-Office überall dort anzuordnen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist. Der Arbeitgeber schuldet den Arbeitnehmenden keine Auslagenentschädigung etwa für Strom- oder Mietkosten, da die Anordnung nur vorübergehend ist.

Weitere Massnahmen am Arbeitsplatz
Wo Home-Office nicht oder nur zum Teil möglich ist, werden weitere Massnahmen am Arbeitsplatz erlassen: Neu gilt zum Schutz von Arbeitnehmenden in Innenräumen überall dort eine Maskenpflicht, wo sich mehr als nur eine Person in einem Raum aufhält. Ein grosser Abstand zwischen Arbeitsplätzen im gleichen Raum genügt nicht mehr.

Schutz besonders gefährdeter Personen
Besonders gefährdete Personen werden spezifisch geschützt. Dazu wird das Recht auf Homeoffice oder ein gleichwertiger Schutz am Arbeitsplatz oder eine Beurlaubung für besonders gefährdete Personen eingeführt. Für gefährdete Personen in Berufen, in denen die Schutzbestimmungen nicht umgesetzt werden können, muss der Arbeitgeber die betroffenen Arbeitnehmenden unter voller Lohnzahlung von der Arbeitspflicht befreien. In diesen Fällen besteht ein Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz.

Private Veranstaltungen und Menschenansammlungen eingeschränkt
An privaten Veranstaltungen dürfen maximal fünf Personen teilnehmen. Kinder werden auch zu dieser Anzahl gezählt. Menschenansammlungen im öffentlichen Raum werden ebenfalls auf fünf Personen beschränkt.

 

Eidgenössisches Parlament erweitert die Unterstützung für die Kultur

20. Dezember 2020

Medienmitteilung der Taskforce Culture

Eidgenössisches Parlament erweitert die Unterstützung für die Kultur

Mit dem zweiten Kultur-Lockdown nahm das Parlament auf Antrag des Bundesrates noch einmal die Diskussion über die Unterstützungsmassnahmen für diesen besonders betroffenen Sektor auf. Während der Differenzbereinigung zwischen den beiden Räten wurden aufgrund der sich zuspitzenden Lage neue Anträge zum Covid- 19-Gesetz beraten. Die Taskforce Culture ist erfreut und erleichtert über die beschlossenen Anpassungen. Die von ihr letzte Woche angemahnten Lücken wurden zu einem grossen Teil geschlossen.

Das Auftrittsverbot und die Einschränkungen im Kulturleben bedeuten für tausende Kulturschaffende und Kulturunternehmen eine grosse finanzielle und auch psychische Belastung. Parallel zu den permanenten Absagen und Verschiebungen herrscht nach wie vor Planungsunsicherheit. In dieser Situation muss darauf vertraut werden können, dass die Unterstützungsmassnahmen zielführend ausgerichtet werden.

Für die Kulturszene sind insbesondere diese Beschlüsse wichtig:

1. Die Ausfallentschädigung ist – wie in der ausserordentlichen Lage – erneut sowohl den Kulturunternehmen als auch den Kulturschaffenden zugänglich. Letztere waren gemäss Covid-19-Gesetz bisher ausgeschlossen. Vielen Musikern, Schauspielerinnen, Autoren und Performancekünstlerinnen werden in der aktuellen Lage Auftritte im Rahmen von privaten Veranstaltungen oder Firmenanlässen abgesagt. Für sie alle ist es entscheidend, dass sie für dieses entgangene Einkommen Ausfallentschädigungen beantragen können.

2. Nach bisherigem Gesetz mussten selbstständig Erwerbende eine Umsatzeinbusse von 55% nachweisen, um Corona-Erwerbsersatz bei der AHV-Ausgleichskasse ihres Kantons beantragen zu können. Von 45% der Einkünfte können aber die wenigsten Kulturschaffenden leben, die Einkommen vieler sind auch in normalen Zeiten tief. Die Senkung der Umsatzeinbusse auf 40% ab dem 19. Dezember 2020 schafft hier Erleichterung.

3. Ebenfalls wieder aufgenommen wurde die Kurzarbeitsentschädigung für befristete Arbeitsverträge. Für die Kulturschaffenden, die häufig projektweise angestellt werden, stellt dies eine wichtige Ergänzung dar. Bei der Kurzarbeit werden zudem geringe Löhne (unter CHF 3’470) neu zu 100% entschädigt, Löhne bis CHF 4’340 werden wenigstens mit dem Mindestlohn von CHF 3’470 kompensiert, höhere Löhne mit 80%. Die Verlängerung des summarischen Verfahrens für Kurzarbeitsentschädigung bis am 31. März 2021 ist eine wesentliche Entlastung für betroffene Unternehmen.

4. Der Kredit für die Härtefall-Unterstützung wird um CHF 1.5 Milliarden auf CHF 2.5 Milliarden erhöht. Bei der Beurteilung der Härtefälle müssen die Fixkosten sowie die gesamte Vermögenssituation mitberücksichtigt werden. Härtefall-Unterstützungen können allerdings nur von Betrieben mit einem klar abgegrenzten Kulturbereich beantragt werden, wenn diese nicht im Rahmen der Ausfallentschädigung unterstützt werden.

5. Grundsätzlich erfreulich sind die Anpassungen in der Covid-19-Kulturverordnung. So werden die Einkommens- und Vermögenshöchstgrenzen für die Nothilfe über Suisseculture Sociale angehoben. Weiter ist es gemäss den Erläuterungen zur Kulturverordnung bei den Ausfallentschädigungen neu möglich, nicht nur ausgefallene Veranstaltungen als Schaden anzurechnen. Kulturunternehmen können auch eine Ausfallentschädigung geltend machen, wenn sie z. B. aufgrund von Planungsunsicherheit keine Programmierung vornehmen konnten. Dabei wird auf die tatsächlich erfolgte Programmierung in den relevanten Vergleichsmonaten der letzten zwei Jahre abgestellt. Ebenfalls begrüssen wir, dass der Bund mit den Kantonen mehrere Verrechnungsperioden vorsieht, so dass nicht bis zum Ablauf des Gesetzes im Dezember 2021 auf eine Auszahlung gewartet werden muss. Schliesslich ist es hilfreich, dass Kosten für Transformationsprojekte neu bis zu 80% finanziert werden können und gewisse Infrastrukturprojekte darunterfallen.

Leider wurde im Zuge der Änderung der Covid-19-Kulturverordnung die Gelegenheit verpasst, bei der Ausfallentschädigung die bestehende Entschädigungsobergrenze von 80% zu streichen. Damit wird das Problem, dass aufgrund fehlender Planungssicherheit kaum Veranstaltungen geplant werden, nicht gelöst. Selbst im besten Fall tragen die Veranstalter 20% der angefallenen Kosten, was sich kaum ein Kulturunternehmen leisten kann. Im Hinblick auf den benötigten zeitlichen Vorlauf ist diese Regelung vor allem für Sommerfestivals schwierig. Die Taskforce Culture hätte es begrüsst, wenn diesbezüglich eine pragmatische und unbürokratische Lösung ermöglicht worden wäre. Die dringliche Notwendigkeit eines Revitalisierungsfonds nach dem Vorbild Deutschlands oder Österreichs bleibt somit bestehen, um überhaupt wieder Kulturveranstaltungen zu planen.

Damit diese Massnahmen schnell Wirkung zeigen, ist eine effiziente Umsetzung durch die Kantone dringend notwendig. Viele Gesuche für Ausfallentschädigung unter der am 20. September 2020 ausgelaufenen Kulturverordnung sind bei den Kantonen noch hängig. Kulturschaffende und Kulturunternehmen warten teilweise seit März auf die Auszahlung der Beiträge. Die Gelder müssen jetzt fliessen, um die Existenz von zahlreichen Kulturschaffenden und Kulturunternehmen zu sichern und damit die kulturelle Vielfalt in unserem Land.page3image13094464 page3image13094080 page3image13093888 page3image13090816 page3image13097536 page3image13097728 page3image13097920 page3image13098112

Lockdown für die Kultur – Massnahmen und Ausfallentschädigungen

Aktualisiert am 19.12.2020

Covid-19 : Neue Massnahmen für den Kultursektor vom 22. Dezember 2020 bis 21. Januar 2021

Bundesrat verschärft nationale Massnahmen und schliesst Restaurants sowie Kultur-, Freizeit- und Sportbetriebe
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 18. Dezember 2020 nach Konsultation der Kantone die nationalen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus noch einmal verstärkt. Ziel ist, die Zahl der Kontakte stark zu reduzieren. Ab Dienstag, 22. Dezember, sind Restaurants sowie Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen geschlossen. Museen, Kinos, Bibliotheken, Casinos, botanische Gärten und Zoos sowie andere Kultur- und Freizeiteinrichtungen werden geschlossen. Kulturelle Aktivitäten bleiben in Kleingruppen möglich. Veranstaltungen mit Publikum bleiben verboten. Alternative Veranstaltungsformen bleiben gestattet, zum Beispiel online übertragene Veranstaltungen. Weitere Informationen siehe Medienmitteilung des Bundesrates vom 18.12.2020:
Coronavirus: Bundesrat verschärft nationale Massnahmen und schliesst Restaurants sowie Kultur-, Freizeit- und Sportbetriebe

Verstärkte Unterstützung des Kultursektors
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 18. Dezember 2020 eine Änderung der Covid-19-Kulturverordnung gutgeheissen. Neu können auch Kulturschaffende eine Ausfallentschädigung beziehen. Kulturunternehmen erhalten ebenfalls eine verstärkte Unterstützung. Die Umsetzung dieser Änderungen erfolgt im Januar 2021 in Zusammenarbeit mit den Kantonen, welche diese Hilfsmassnahmen zur Hälfte mitfinanzieren.

Teillockdown für die Kultur. Information zu den Massnahmen.

Der Bundesrat hat auf Samstag, 12. Dezember 2020 bis Freitag, 22. Januar 2021 schweizweit folgende Massnahmen beschlossen:

Schweizweit sind Kulturveranstaltungen vom 12. Dezember 2020 bis 22. Januar 2021 verboten, Diskotheken und Tanszlokale geschlossen. Museen bleiben geöffnet. 

Im Kanton Zürich sind die Massnahmen teilweise strikter als jene des Bundes. Sie gelten bis zum 10. Januar 2021.
Zusätzliche Massnahmen im Kanton Zürich (auf der Webseite des Kantons bis zur gleichnamigen Rubrik runterscrollen) >>>


Schweizweite Massnahmen

Veranstaltungen verboten
Öffentliche Veranstaltungen sind verboten. Ausgenommen sind religiöse Feiern (bis max. 50 Personen), Beerdigungen im Familien- und engen Freundeskreis, Versammlungen von Legislativen und politische Kundgebungen.

Sport und Kultur: Höchstens zu fünft
Sportaktivitäten in der Freizeit sind nur noch in Gruppen bis höchstens 5 Personen erlaubt. Kontaktsportarten bleiben verboten. Auch im nichtprofessionellen Kulturbereich werden Gruppenaktivitäten auf 5 Personen eingeschränkt. Sportliche und kulturelle Aktivitäten (ohne Wettkämpfe) von Kindern und Jugendlichen vor ihrem 16. Geburtstag sind weiterhin erlaubt. Weiterhin erlaubt sind auch Proben und Auftritte von professionellen Künstlerinnen und Künstlern oder Ensembles.

Sperrstunde ab 19 Uhr und Schliessung an Sonn- und Feiertagen
Restaurants, Bars, Läden, Märkte, Museen, Bibliotheken sowie Sport- und Freizeitanlagen müssen zwischen 19 und 6 Uhr schliessen. Läden, Märkte, Museen, Bibliotheken sowie Sport- und Freizeitanlagen bleiben auch an Sonn- und landesweiten Feiertagen geschlossen. Ausnahme für Kantone mit günstiger epidemiologischer Entwicklung: Kantonen mit einer günstigen epidemiologischen Entwicklung ist es erlaubt, die Sperrstunde bis auf 23 Uhr auszuweiten.

Härtefallprogramm
Der Bundesrat hat im Zuge der Ausweitung der Massnahmen gegen die Corona-Pandemie auch über die wirtschaftlichen Folgen diskutiert. Aufgrund der nötigen behördlichen Eingriffe will er in Übereinstimmung mit der Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK-S) seine Möglichkeiten erweitern, um wirtschaftliche Schäden abzufedern. Er schlägt dem Parlament deshalb vor, das Härtefallprogramm um insgesamt 1500 Millionen Franken auf 2500 Millionen Franken aufzustocken. Er möchte zudem die Möglichkeit erhalten, bei Bedarf die Anspruchsvoraussetzungen anzupassen.

Der Bundesrat will das Härtefallprogramm um weitere 1500 Millionen Franken aufstocken.

Zudem hat der Bundesrat beschlossen, neben den Kulturunternehmen auch den Kulturschaffenden auf Gesuch Ausfallentschädigungen auszurichten.

Wie der Bundesrat für allfällige weitere Verschärfungen vorgehen will, diskutiert er an seiner Sitzung vom Freitag, 18. Dezember. Ebenfalls dann plant er, genauer über Unterstützungsmassnahmen der stark betroffenen Bereiche zu informieren.

Die vollständigen zwei Medienmiteilung des Bundesrats vom 11.12.2020:

Im Kanton Zürich sind die Massnahmen teilweise strikter als jene des Bundes. Sie gelten bis zum 10. Januar 2021.
Zusätzliche Massnahmen im Kanton Zürich (auf der Webseite des Kantons bis zur gleichnamigen Rubrik runterscrollen) >>>