Covid-19-Gesetz in Kraft

Covid-19-Gesetz seit 26.9.2020 in Kraft

Die Kulturbranche ist weitgehend erfreut über die Ausgestaltung des Covid-19-Gesetzes durch das Bundesparlament. Die Weiterführung der Unterstützungsmassnahmen für den Kultursektor ist für den Erhalt der kulturellen Vielfalt unverzichtbar.

National- und Ständerat haben beschlossen, zusätzliche von der Corona-Krise betroffene Unternehmen und Selbstständigerwerbende zu unterstützen. Wer durch die Corona-Krise nur eingeschränkt arbeiten kann, soll staatliche Hilfe erhalten. Es geht um Betroffene, die etwa wegen Veranstaltungsverboten blockiert sind, sowohl Selbstständigerwerbende als auch Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung. Als massgeblich eingeschränkt gelten Personen, die in ihrer Unternehmung eine Umsatzeinbusse von mindestens 55 Prozent im Vergleich zum Umsatz in den Jahren 2015 bis 2019 haben.

Der Bundesrat regelt die Höhe und die Bemessung der Entschädigung in einer Verordnung. Er orientiert sich dabei am selbstdeklarierten Erwerbsausfall der Betroffenen. Die Regelung soll nahtlos die am 20. September 2020 ausgelaufende Notverordnung ablösen und bis Ende Juni 2021 gelten.

Wir informieren auf unserer Webseite, sobald die entsprechenden Regelungen konkretisiert sind. Wir warten die Konkretisierungen in den Verordnungen der zuständigen Bundesstellen und des Kantons Zürich ab.

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Bedingungen für Grossveranstaltungen im Kanton Zürich festgelegt

Grossveranstaltungen ab 1. Oktober 2020 unter Auflagen möglich

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat am 3. September die kantonalen Zuständigkeiten betreffend Grossveranstaltungen festgelegt und das Vorgehen für den Bewilligungsprozess bestimmt. Grundsätzlich sollen solche Veranstaltungen ermöglicht werden, solange es die epidemiologische Lage erlaubt und die entsprechenden Schutzkonzepte vorliegen. Ein Merkblatt für die Veranstalter ist ab sofort online verfügbar.

Merkblatt lesen >>>

Auf Beschluss des Bundesrates vom 12. August 2020 sind Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen ab dem 1. Oktober wieder erlaubt. Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat nun die Bedingungen für den Kanton festgelegt.

Gesuch muss beim Kanton und der Gemeinde eingereicht werden
Wer eine Grossveranstaltung durchführen will, muss hierzu mindestens 20 Tage im Voraus ein Gesuch inkl. Schutzkonzept an zwei Stellen einreichen: zum einen bei der fachlich zuständigen Direktion und zum anderen in der Gemeinde, in der die Veranstaltung durchgeführt werden soll. Die Arbeitsgruppe Grossveranstaltungen des vom Regierungsrat eingesetzten Sonderstabes Covid-19 bereitet den Entscheid vor. Besteht Uneinigkeit der Haltung der Arbeitsgruppe und der zuständigen Fachdirektion, entscheidet der Gesamtregierungsrat über die Bewilligung.

Kein Anspruch auf Entschädigung bei Nichtdurchführung
Erfordert es die epidemiologische Lage oder werden Bestimmungen vom Veranstalter nicht eingehalten, kann die Bewilligung widerrufen werden. Muss in der Folge eine Veranstaltung abgesagt werden, so wird diese durch die öffentliche Hand nicht entschädigt.

Medienmitteilung des Regierungsrates vom 3.9.2020 >>>

Kultur-Tragtasche – jetzt mitmachen

Pro Kultur Kanton Zürich gestaltet Tragtaschen von Migros-Kulturprozent

Hier geht es zur Kultur-Taschen-Aktion >>>

Kultur braucht Platz

Liebe Mitglieder, teure Unterstützerinnen und Unterstützer, geschätzte Interessierte

Gerne weisen wir Sie auf eine besondere Aktion von Pro Kultur Kanton Zürich hin, die wir in Zusammenarbeit mit dem Migros-Kulturprozent durchführen:

Mitmachen – Teilen – Verschenken
Wir haben eine Kultur-Tragtasche zum Mitmachen gestaltet, die seit Montag, 17. August solange Vorrat in den Migros-Filialen im Kanton Zürich erhältlich ist. Wir laden die Bevölkerung ein, aus der Tasche ein persönliches Kunstwerk zu gestalten, Bilder davon in den sozialen Medien zu teilen und anschliessend zu verschenken. Selbstverständlich laden wir auch unsere Mitglieder ein, sich an der Aktion zu beteiligen.

Hier geht es zur Kultur-Taschen-Aktion >>>

Sonderkontingent für Mitglieder
Mitglieder von Pro Kultur Kanton Zürich können diese Spezial-Kultur-Tragtasche zum Weitergeben auch direkt gratis bei der Genossenschaft Migros Zürich beziehen (Gebinde à 200 Taschen, solange Vorrat, Anfrage an kulturtasche@prokultur-zuerich.ch).

Hier geht es zur Kultur-Taschen-Aktion >>>

Grossveranstaltungen ab Oktober wieder zugelassen

Grossveranstaltungen unter Auflagen ab Oktober wieder möglich

Der Bundesrat will Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen ab dem 1. Oktober 2020 wieder zulassen. In einer Mitteilung vom Mittwoch, 12. August schreibt die Landesregierung, dass jedoch strenge Schutzmassnahmen gelten sollen und auch die Kantone die Anlässe bewilligen müssen. Damit wolle der Bundesrat den gesellschaftlichen Bedürfnissen nach einem vielfältigen Kulturleben sowie den wirtschaftliche Interessen Rechnung tragen.

Verbot bis Ende September verlängert

Die Verlängerung des bisher geltenden Veranstaltungsverbots mit mehr als 1000 Personen bis Ende September begründet Bundesrätin Simonetta Sommaruga damit, dass es wegen der steigenden Ansteckungen nicht drinliege, das Verbot von Grossveranstaltungen sofort zu lockern.

Einheitliche Bewilligungsverfahren in Aussicht gestellt

Der Bund hat angekündigt, bis am 2. September 2020 einheitliche Bewilligungsanforderungen für Grossanlässe auszuarbeiten. Diese sollen für alle Bereiche wie Kultur, Sport und Religion gelten. Damit will der Bund zusätzlich zu den grundlegenden Massnahmen wie Abstandhalten oder Hygiene Leitlinien entwickeln, die sich an den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Science Task Force orientieren.

Mitgliederforum am Freitag, 3. Juli 2020, 13.30 Uhr

Freitag, 3. Juli 2020, 13.30 – 14.30 Uhr, via Zoom

Mitgliederforum – interne Standortbestimmung

Für Mitglieder von Pro Kultur Kanton Zürich. Anmeldung erforderlich, siehe unten.

Die schriftliche Durchführung der diesjährigen GV liess eines vermissen: den Austausch unter den Mitgliedern und mit dem Vorstand von Pro Kultur Kanton Zürich. Wir veranstalten deshalb ein elektronisches Mitgliederforum.

Haben Sie Anliegen oder Anregungen an Pro Kultur Kanton Zürich? Stehen kulturpolitische Forderungen im Raum, die Sie einbringen oder diskutieren möchten? Haben Sie Fragen an den Vorstand oder an die Geschäftsleitung?

Im Forum anwesend:
– Eva-Maria Würth, Co-Präsidentin von Pro Kultur Kanton Zürich,
– Etrit Hasler, Vorstandsmitglied von Pro Kultur Kanton Zürich,
– Philippe Sablonier, Geschäftsleiter Pro Kultur Kanton Zürich.


Anmeldung

Anmeldeschluss ist Freitag, 3. Juli 2020, 11.00 Uhr.

Die Teilnahme erfolgt über die Videokonferenz-Software Zoom und ist plattformunabhängig möglich (Computer, Tablet, Handy). Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung am Freitag, 3. Juli um ca. 13 Uhr den entsprechenden Link. Für eine stabile Verbindung empfehlen wir, den kostenlosen Meetings-Client von Zoom herunterzuladen und zu installieren.

Teilen Sie uns bitte nach Möglichkeit Ihre zentralen Fragen, Anliegen oder Anregungen stichwortartig im Voraus mit der Anmeldung per E-Mail mit.

Anmeldung: per E-Mail an Philippe Sablonier

Bitte angeben:
1. Name
2. Vorname
3. Mitgliedernummer
4. falls Kollektivmitglied: Organisation, Institution, Gemeinde
5. Tel. für Rückfragen
6. Ihre zentrale(n) Frage(n)

Veranstaltung am 2. Juli 2020: Fragerunde zu Covid-19-Finanzhilfen für den Kulturbereich

Donnerstag, 2. Juli 2020, 16.00 – 17.30 Uhr, via Zoom

Experten-Fragerunde zu Covid-19-Finanzhilfen für den Kulturbereich

Für Mitglieder von Pro Kultur Kanton Zürich. Anmeldung erforderlich, siehe unten.

Haben Sie Fragen zum Erhalt von Finanzhilfen und zur Abwicklung von Gesuchen? Nach der Verlängerung der Eingabefrist bis zum 20. September 2020 bleiben weiterhin viele Punkte ungeklärt. Wie geht es weiter mit Kurzarbeitsentschädigungen? Wann ist mit den Entschädigungszahlungen zu rechnen? Was tun bei fehlenden Aufträgen? …

Pro Kultur Kanton Zürich bietet erneut einen Beratungstermin mit Fachpersonen an.

Zur Verfügung stellen sich:
Madeleine Herzog, Leiterin der Fachstelle Kultur des Kantons Zürich sowie
– Etrit Hasler, Vorstandsmitglied von Pro Kultur Kanton Zürich und Geschäftsleiter von Suisseculture Sociale.

Zuerst wird Madeleine Herzog Fragen zur Ausfallentschädigung beantworten. Im Anschluss wird Etrit Hasler auf Fragen zur Nothilfe für Kulturschaffende eingehen. Moderation: Philippe Sablonier, Geschäftsleiter Pro Kultur Kanton Zürich.

Teilnehmen können Mitglieder von Pro Kultur Kanton Zürich, also Vertreterinnen und Vertreter von Kollektivmitgliedern wie Institutionen, Veranstaltende und Gemeinden sowie Einzelmitglieder wie Kulturschaffende und Interessierte. Gäste sind willkommen.


Anmeldung

Die Veranstaltung ist kostenlos. Die Anzahl Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Gäste sind willkommen, Mitglieder von Pro Kultur Kanton Zürich haben jedoch Vorrang.

Anmeldeschluss ist Donnerstag, 2. Juli 2020, 11.00 Uhr.

Die Teilnahme erfolgt über die Videokonferenz-Software Zoom und ist plattformunabhängig möglich (Computer, Tablet, Handy). Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung am Donnerstag, 2. Juli um ca. 15 Uhr den entsprechenden Link. Für eine stabile Verbindung empfehlen wir, den kostenlosen Meetings-Client von Zoom herunterzuladen und zu installieren.

Teilen Sie uns bitte Ihre zentrale Frage(n) im Voraus mit der Anmeldung per E-Mail mit. Dies erlaubt uns, die Veranstaltung besser zu planen. Selbstverständlich dürfen Sie an der Veranstaltung Ihre Fragen auch spontan formulieren, voreingesandte Fragen werden jedoch zuerst berücksichtigt.

Anmeldung: per E-Mail an Philippe Sablonier

Bitte angeben:
1. Name
2. Vorname
3. Mitglied von Pro Kultur ja oder nein
4. falls Kollektivmitglied: Organisation, Institution, Gemeinde
5. Tel. für Rückfragen
6. Ihre zentrale(n) Frage(n)

Veranstaltung am 14. Mai 2020: Fragerunde zu den Covid-19-Finanzhilfen für den Kulturbereich

Veranstaltung ausgebucht.

Anmeldung siehe weiter unten.

Aus aktuellem Anlass
Donnerstag, 14. Mai 2020 via Zoom

Fragerunde zu den Covid-19-Finanzhilfen für den Kulturbereich

Veranstaltung ausgebucht.

Für Mitglieder von Pro Kultur Kanton Zürich. Gäste sind willkommen.

Haben Sie Fragen zum Erhalt von Finanzhilfen und zur Abwicklung von Gesuchen? Welche Massnahmen gelten für Kulturschaffende, welche für Institutionen?

Die Verfahren, um Finanzhilfen zu beantragen sind teilweise kompliziert und für Kulturschaffende, Institutionen und Gemeinden eine Herausforderung. Noch bleiben wenige Tage für eine Eingabe: am Mittwoch, 20. Mai 2020 endet die Frist, sofern der Bundesrat die Covid-19 Finanzhilfen nicht verlängert. Pro Kultur Kanton Zürich bietet kurzfristig zwei Beratungstermine mit Fachpersonen an: Zur Verfügung gestellt haben sich Madeleine Herzog, Leiterin der Fachstelle Kultur des Kantons Zürich sowie Etrit Hasler, Generalsekretär von Suisseculture Sociale.

Teilnehmen können Mitglieder von Pro Kultur Kanton Zürich, also Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen und Gemeinden, Kulturschaffende und Interessierte sowie Gäste. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Eine Anmeldung ist erforderlich, siehe unten.


Veranstaltung A: für Institutionen, Gemeinden und Veranstaltende

Donnerstag, 14. Mai 2020, 14.00 – 15.00 Uhr, via Zoom

Expertin: Frau Dr. phil. Madeleine Herzog, Leiterin Fachstelle Kultur des Kantons Zürich
Moderation: Philippe Sablonier, Geschäftsleiter Pro Kultur Kanton Zürich

Mögliche Fragen:

  • Wer kommt für die finanziellen Folgen von abgesagten Veranstaltungen auf?
  • Auf welche Finanzhilfe hat unsere Institution Anrecht?
  • Wo dürfen wir ein Gesuch einreichen und wie müssen wir vorgehen?
  • Nach welchen Kriterien wird ein Gesuch beurteilt?
  • Wie sind Angestellte, Freischaffende oder Selbstständige zu entschädigen?
  • Können wir auch Finanzhilfe beantragen, wenn wir vom Kanton Zürich bisher keine Subventionen erhalten haben?
  • Wie weiter, falls unser Gesuch abgelehnt wird?
  • Wie sollen wir mit der Planungsunsicherheit umgehen?

Veranstaltung B: für Kulturschaffende

Donnerstag, 14. Mai 2020, 16.00 – 17.00 Uhr, via Zoom

Experte: Herr Etrit Hasler, Generalsekretär Suisseculture Sociale
Moderation: Philippe Sablonier, Geschäftsleiter Pro Kultur Kanton Zürich

Mögliche Fragen:

  • Wie gehe ich um mit Gagenausfällen und abgesagten Aufträgen?
  • Habe ich Anrecht auf Finanzhilfe?
  • Wo und bis wann muss ich mein Recht geltend machen: bei der Veranstalterin, beim Kanton, bei meiner Wohngemeinde, bei Suisseculture Social, bei …?
  • Wie viel Geld erhalte ich maximal?
  • Wie reiche ich ein Gesuch ein und bis wann habe ich Zeit hierfür?
  • Nach welchen Kriterien wird mein Gesuch beurteilt?
  • Muss ich die erhaltene Finanzhilfe irgendwann zurückzahlen?
  • Warum folgt auf einen ablehnenden Entscheid keine Begründung?

Anmeldung

Veranstaltung ausgebucht.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Die Anzahl Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

Anmeldeschluss ist Donnerstag, 14. Mai 2020, 11.00 Uhr.

Die Teilnahme erfolgt über die Videokonferenz-Software Zoom und ist plattformunabhängig möglich (Computer, Tablet, Handy). Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung am Donnerstag, 14. Mai um ca. 13 Uhr den entsprechenden Link. Für eine stabile Verbindung empfehlen wir, den kostenlosen Meetings-Client von Zoom herunterzuladen und zu installieren.

Erforderliche Angaben
Geben Sie an, an welcher der Veranstaltungen Sie teilnehmen möchten; Sie können sich auch für beide anmelden:
– A Institutionen, Gemeinden und Veranstaltende
– B Kulturschaffende

Teilen Sie uns bitte Ihre zentrale Frage(n) im Voraus mit der Anmeldung per E-Mail mit. Dies erlaubt uns, die Veranstaltung besser zu planen. Selbstverständlich dürfen Sie an der Veranstaltung Ihre Fragen auch spontan formulieren, voreingesandte Fragen werden jedoch zuerst berücksichtigt.

Anmeldung: per E-Mail an Philippe Sablonier

Bitte angeben:
1. Name
2. Vorname
3. falls Kollektivmitglied: Organisation, Institution, Gemeinde
4. Mitglied von Pro Kultur ja oder nein
5. Tel. für Rückfragen
6. Veranstaltung A oder B oder beide
7. Ihre zentrale Frage(n)

Mitteilung: Offener Brief an den Bundesrat

Mitteilung der Pro Kultur Kanton Zürich

Für die Kulturszene ist die aktuelle Unsicherheit in der Corona-Krise existenzbedrohend.

Bund, Kantone und Gemeinden haben mit ihren raschen und unbürokratischen Massnahmen zur unmittelbaren Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise ein klares Bekenntnis zur Kultur abgegeben und Grosses geleistet. Die beispiellose Zusammenarbeit auf nationaler Ebene von verschiedenen Verbänden aller Kultursparten fruchtete.

Dennoch braucht es jetzt seitens des Bundes eine Justierung, zum Beispiel eine bessere Koordination zwischen den Amtsstellen, klarere Information der Betroffenen und weitere Rettungspakete, damit die Kultur über die Krise hinaus zukunftsfähig bleibt. Zur Planungssicherheit wäre es wichtig zu wissen, ab wann die Veranstaltungsverbote für mittlere und kleine Veranstaltungen frühestens gelockert werden können.

Deshalb hat Pro Kultur Kanton Zürich zusammen mit anderen regionalen Interessengemeinschaften Kultur (IG Kultur Ost, IG Kultur Luzern, Verband Kultur Baselland, Kulturstadt Jetzt Basel, Kulturlobby Winterthur und Pro Kultur Olten) am 1. Mai 2020 dem Bundesrat einen gemeinsamen, offenen Brief geschrieben.

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Mitteilung: Coronakrise und die Folgen für die Kultur

Mitteilung der Pro Kultur Kanton Zürich

Sehr geehrte Damen und Herren

Wie Sie sicherlich wissen, hat der Bundesrat finanzielle Soforthilfe auch für die Kultur in Aussicht gestellt. Über Suisseculture und Suisseculture Sociale steht Pro Kultur Kanton Zürich im Austausch mit den zuständigen Behörden auf Bundes- und Kantonsebene.

Die zwei dringlichsten Fragen dabei sind: erstens, ob die Kantonsregierung ebenfalls Soforthilfe beschliessen wird und für welche Branchen; zweitens, in welchem Ausmass die Fachstelle Kultur des Kantons Zürich dieselbe Handhabe wie das BAK pflegen wird – also bereits versprochene Förderbeiträge auch bei Absage der Veranstaltungen aufrecht zu erhalten.

Informationen der Fachstelle Kultur

Die Fachstelle Kultur des Kantons Zürich informiert im Merkblatt «Coronavirus und die Folgen für den Kulturbetrieb» die Kulturschaffenden und Verantwortlichen von Kulturinstitutionen über ihren Umgang mit Förderbeiträgen und Betriebsbeiträgen, abgesagten Veranstaltungen und Kurzarbeitsentschädigung. Auch die freien Kulturschaffenden können sich hier informieren (aktualisiert am 6.4.2020).

Ordentliche Mitgliederversammlung von Pro Kultur Kanton Zürich abgesagt

Aus Überlegungen des Gesundheitsschutzes hat der Vorstand bereits letzte Woche beschlossen, auf die Durchführung der ordentlichen Mitgliederversammlung am Montag, 23. März 2020 zu verzichten, unabhängig von der Anzahl Anmeldungen. Ob die Versammlung auf ein späteres Datum verschoben oder ob eine Beschlussfassung der traktandierten Geschäfte auf dem Zirkularweg stattfinden wird, ist derzeit noch offen. Wir danken für Ihr Verständnis.

Verantwortung wahrnehmen

Oberste Priorität hat jetzt die Verlangsamung der Verbreitung des Corona-Virus, damit das Gesundheitswesen nicht kollabiert. Erkranken zu viele Personen gleichzeitig an der neuartigen Lungenkrankheit, sterben auch viele andere Kranke und Verunfallte, egal ob jung oder alt, weil die medizinische Versorgung für deren Rettung fehlt. Es gilt jetzt, sich solidarisch zu zeigen und auf Menschenansammlungen, auch im kleinen Rahmen, zu verzichten. Der Bundesrat ruft zu Eigenverantwortung auf. Diese sollten wir wahrnehmen. Jede und jeder von uns kann jetzt durch besonnenes Handeln einen Beitrag leisten. Zum Wohle von uns allen.

Wir alle sind zur Zeit sehr gefordert. Doch gemeinsam werden wir diese Krise meistern.

Bleiben Sie gesund!

Im Namen des Vorstandes
Philippe Sablonier, Geschäftsleiter

Medienmitteilung: Kantonsrat anerkennt Wichtigkeit der Kulturförderung, verpasst aber ihre mittelfristige Sicherung

10.12.19 – Medienmitteilung zur Budgetdebatte des Kantonsrates

Erfreut nehmen wir zur Kenntnis, dass der Kantonsrat Zürich mit seinen gestern erfolgten kulturpolitischen Beschlüssen grundsätzlich Ja sagt zu einem starken Kulturkanton. Er unterstützt damit den Regierungsrat, der eine schrittweise Einführung des von Pro Kultur Kanton Zürich geforderten Zwei-Säulen-Modells plant. Dieses sieht vor, dass neben Lotteriefondsgeldern künftig auch wieder Staatsgelder gesprochen werden, um dem Verfassungsauftrag der Kulturförderung und ihrer Sicherung nachzukommen. Allerdings verpasste es der Kantonsrat gestern, die hierfür erforderlichen Beträge einzuplanen.

Die vom Regierungsrat im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan 2020 – 2023 (KEF) vorgesehene und vom Kantonsrat nun bestätigte Planung der Einstellung von Staatsmitteln für die Kultur ist ein grosser Schritt in die richtige Richtung. Sie ebnet den Weg, um die von Pro Kultur Kanton Zürich geforderte Sicherung der Kulturproduktionen und Förderprogramme im ganzen Kanton sowohl in den Städten als auch in den Regionen, Agglomerationen und Gemeinden einzuleiten.

Mit seinen Beschlüssen folgt der Kantonsrat im Grundsatz dem erklärten Ziel der Regierung, die Sicherung der Finanzierung der öffentlichen Kulturförderung zum Entwicklungsschwerpunkt zu erheben. Zwar sind die im KEF eingestellten Mittel für 2021 mit bescheidenen 23,7 Mio. Franken und für 2023 mit 27,2 Mio. Franken noch weit vom Ziel entfernt. Eine vom Regierungsrat in Auftrag gegebene Studie errechnet für den Erhalt des Status Quo 33 Mio. Franken, unter Berücksichtigung von Innovation geht Pro Kultur Kanton Zürich von 46 Mio. Franken aus.

Konrad Bitterli, Direktor Kunst Museum Winterthur und Vorstandsmitglied Pro Kultur Kanton Zürich: «Dass der Kantonsrat dem Regierungsrat folgt und ab 2021 wieder Staatsmittel für die Kultur sprechen will – wenn auch vorerst in bescheidenem Masse – , ist ein grosser Erfolg für die Anliegen von Pro Kultur Kanton Zürich.»

Wir bedauern, dass die von der SP eingebrachte KEF-Erklärung Nr. 8 (zur Leistungsgruppe 2234 Fachstelle Kultur), welche die Mittel schrittweise auf das von der erwähnten Studie genannte Minimum von 33 Mio. Franken erhöhen wollte, keine Mehrheit fand. Damit verpasste es der Kantonsrat, die Kulturförderung bereits jetzt mit den benötigten Mitteln auszustatten. Vor dem Hintergrund des noch zu verhandelnden kantonalen Lotteriefondsgesetzes ist es jedoch nachvollziehbar, dass der Rat zuerst die gesetzliche Basis schaffen will und zuwartet. Deshalb ist es auch konsequent, dass die KEF-Erklärung Nr. 9 der AL und der Grünen, die eine spartenorientierte Förderung der «interaktiven Medien» forderte, keine Mehrheit fand. Hier gilt es für die Zukunft, die interaktiven Medien in der Gesamtplanung mit zu berücksichtigen, denn neue Aufgaben erfordern grundsätzlich zusätzliche Mittel.

Erleichtert sind wir, dass die von der SVP eingebrachte KEF-Erklärung Nr. 6 zur Plafonierung der Kulturförderbeiträge mit 125 zu 47 Stimmen abgelehnt worden ist. Deren Annahme hätte faktisch zu einer Kürzung geführt und die Entwicklung in den Gemeinden noch mehr behindert, als dies wegen der fehlenden Mittel bereits heute der Fall ist.
Ebenfalls erleichtert sind wir über die Ablehnung der von der SVP eingebrachten KEF-Erklärung Nr. 7 mit 119 zu 47 Stimmen, die dem Opernhaus einen Teil der Mittel entziehen wollte. Das ist ein klares Votum für den Kulturstandort Zürich.

Hans Läubli, Geschäftsleiter Suisseculture und Vorstandsmitglied Pro Kultur Kanton Zürich: «Der Kantonsrat hat die Basis für eine zukunftsgerichtete Kulturpolitik gelegt. Wir hoffen nun, dass er in den kommenden Jahren den Kulturetat schrittweise mit den Mitteln ausstatten wird, der nicht nur für den Erhalt der bisherigen Kulturförderung benötigt wird, sondern tatsächliche Innovation ermöglicht, die der ganzen Bevölkerung des Kantons zu Gute kommt. Wir werden die Entwicklung genau beobachten, denn KEF-Beschlüsse sind nicht bindend.»


Pressekontakt Konrad Bitterli, Vorstandsmitglied, Kunsthistoriker, Direktor Kunst Museum Winterthur. 052 267 51 71, konrad.bitterli@prokultur-zuerich.ch Hans Läubli, Vorstandsmitglied, Geschäftsleiter Suisseculture. 043 322 07 30, hans.laeubli@prokultur-zuerich.ch Philippe Sablonier, Geschäftsleiter Pro Kultur Kanton Zürich 044 461 11 62, philippe.sablonier@prokultur-zuerich.ch