AHV-Revision 2030 – Stellungnahme der Taskforce Culture

Stellungnahme der Taskforce Culture zur Vernehmlassungsvorlage vom 11. September 2026

Revision des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
(AHV 2030)

Stellungnahme (PDF)

Ausgangslage: Situation in der Kulturbranche

Arbeiten in der Kultur heisst meist, unter hybriden Arbeitsbedingungen tätig zu sein, es ist eine atypische Arbeitswelt. Zahlen, die das Bundesamt für Statistik BFS im Jahr 2025 publiziert hat, zeigen, dass: 51,9% aller Kulturschaffenden Teilzeit arbeiten (im Vergleich dazu beläuft sich der Anteil bei allen Erwerbstätigen auf 38,4%) und 14,7% von ihnen mindestens zwei Beschäftigungen haben (gegenüber 8,0% aller Erwerbspersonen). In der Kulturwirtschaft gibt es weiter doppelt so viele Selbstständigerwerbende wie in der Gesamtwirtschaft (27,7% gegenüber 14,1%) – werden nur Personen mit Kulturberufen (und nicht auch die Personen, die die Buchhaltung in einem Theater oder das Ticketing eines Konzertveranstalters betreuen) berücksichtigt, liegt der Anteil sogar bei 40,3%. Diese Beschäftigungsformen haben massive Auswirkungen auf die Altersvorsorge: Die Eintrittsschwelle in die obligatorische BVG-Versicherung wird häufig nicht erreicht, die freiwillige BVG bzw. die dritte Säule liegen finanziell ausserhalb der Möglichkeiten vieler Kulturschaffender. Umso essentieller sind für Kulturschaffende gute, existenzsichernde Renten aus der AHV.

Zur Vorlage

Die Taskforce Culture nimmt nachfolgend zu den Bereichen der Vorlage Stellung, welche die Kultur als Branche speziell oder übermässig tangieren. Dabei stützt sie sich weitgehend auf die Stellungnahme ihres Mitglieds Suisseculture Sociale / Nationales Kompetenzzentrum «Arbeiten in der Kultur».

AHV-Beiträge
Beitragslücken

Beitragslücken sind insbesondere bei Kulturschaffenden leider eine Realität, die zwar häufig aus Unwissen entsteht, aber auch aufgrund systemischer Schwierigkeiten. Die Ecoplan / Suisseculture Sociale Einkommensstudie von 2021 führte aus, dass nur 69% der selbstständigen Kulturschaffenden Beiträge an die AHV entrichten, bei den unselbstständig Erwerbenden dagegen 86%.

Es ist dabei wichtig zu erwähnen, dass diese Lücken meist nicht aus Schwarzarbeit entstehen, sondern dass vielmehr systemische Gründe dazu führen: Freibeträge (die bei bestimmten Arbeitgebenden im Kulturbereich nicht gelten), Informalität der Arbeitsverhältnisse, aber auch die Klassifizierung der verschiedenen für Kulturschaffende relevanten Einkommen verunmöglichen Kulturschaffenden oft, überhaupt AHV-Beiträge einzuzahlen. Dabei ist insbesondere die Schwierigkeit zu erwähnen, bei Einkommen, die steuerrechtlich klar als Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit qualifiziert sind (z.B. Autor*innenhonorare oder Förderbeiträge der Kulturförderung), ohne Anerkennung als Selbstständige Beiträge anzumelden, bzw. abzurechnen. Ebenfalls zu erwähnen in diesem Themenfeld ist die schweizweit uneinheitliche Praxis in der Frage, ob urheberrechtliche Abgeltungen als Einkommen oder als Kapitalertrag gelten – letzteres verunmöglicht Kulturschaffenden, darauf AHV-Beiträge zu entrichten.

Ecoplan 2021 zeigte diesbezüglich auch mehrere mögliche Stossrichtungen auf: Einerseits muss die Beratung und Information verbessert werden, wofür sich unser Mitglied Suisseculture Sociale im Rahmen der Leistungsvereinbarung für ein nationales Kompetenzzentrum «Arbeiten in der Kultur» aktiv einsetzt. Andererseits sind aber auch Systemänderungen denkbar, wie die Pflicht, dass die Vergabe von öffentlichen Fördermitteln an die Bedingung geknüpft wird, Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten – diesbezüglich sind Veränderungen bei Kantonen und Städten im Gang, aber die zuvor erwähnten Schwierigkeiten im Umgang mit Personen, die nicht bereits bei einer Ausgleichskasse als selbstständig erwerbend gemeldet sind, verunmöglichen auch hier eine flächendeckende Einführung.

Ebenfalls wurde bereits in Ecoplan 2021 als Handlungsempfehlung vermerkt, dass ein generelles Überdenken von Freibeträgen bei der AHV angezeigt wäre. Es zeigt sich gerade bei den Arbeitgebenden in der Kultur, welche gemäss Art. 34d AHVV zur Beitragszahlung ab dem ersten Franken verpflichtet sind, dass dies zwar mit einem Initialaufwand verbunden ist, aber für Arbeitnehmende und Arbeitgebende zusätzliche Sicherheit bringt.

Eine einseitige Anhebung der Beiträge für Selbstständige wird von der Taskforce Culture als äusserst problematisch erachtet – es ist richtig, dass die bisherigen Beitragssätze für Selbstständige und Angestellte eine Rechtsungleichheit schaffen, es muss aber auch mit Vehemenz darauf hingewiesen werden, dass diese Ungleichbehandlung auf einer sachlichen Grundlage basiert. Selbstständige tragen ihre AHV-Beiträge vollständig selbst und sind nicht obligatorisch in der beruflichen Vorsorge versichert. Tiefe und schwankende Erwerbseinkommen erschweren es vielen Selbstständigen, eine angemessene Altersvorsorge aufzubauen. Aus unserer Sicht rechtfertigt diese Gesamtsituation sowohl den tieferen Beitragssatz als auch die austarierte degressive Beitragsskala. An diesem System etwas zu ändern, ohne die Gesamtsituation der Selbstständigen zu betrachten und zu verbessern, ist aus Sicht der Taskforce Culture weder angezeigt noch vertretbar.

Beiträge auf Unfall- und Krankentaggeldern

Die Taskforce Culture unterstützt die Beitragspflicht auf Unfall- und Krankentaggeldern. Gerade bei Personen mit befristeten Anstellungen, hybriden Arbeitsformen und Selbstständigen führen längere krankheits- oder unfallbedingte Einkommensausfälle schnell zu existenzbedrohenden Situationen. Aufgrund der bei Kulturschaffenden verbreiteten Zurückhaltung, Sozialhilfe zu beziehen, da sie befürchten, zur Aufgabe ihrer künstlerischen Tätigkeit gezwungen zu werden, führen solche Situationen häufig zu Beitragslücken, selbst wenn Personen ein Taggeld erhalten.

Gerade weil Kulturschaffende häufiger in befristeten Arbeitsverhältnissen stehen, wäre eine Ausweitung der in der Vorlage vorgeschlagenen Massnahme auch über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus von essentieller Bedeutung.

Meldepflicht für Internetplattformen

Die Taskforce Culture begrüsst die vorgesehene Meldepflicht. Zentral ist, dass die Internetplattformen zwingend alle über sie in der Schweiz erwerbstätigen Personen melden müssen, unabhängig von ihrem Status als Selbstständige bei den Ausgleichskassen. Die möglichen Sanktionen (Veröffentlichung der fehlbaren Plattform) scheinen noch zu wenig zielführend, wenn keine Geldzahlungen/Bussen möglich sind.

Lohnadministration durch Dritte

Die Taskforce Culture begrüsst, dass der Bund die Praxis von Payrolling regeln will und erhofft sich dabei, dass die Abgrenzung zwischen Lohnträgerschaft / Portage Salariale, Personalverleih und Payrolling in ihrer Komplexität ganzheitlich betrachtet wird. Wichtig ist dabei aus der Perspektive der Kulturschaffenden, dass Angebote, welche dazu dienen, Erwerbstätigkeiten korrekt als unselbstständige Arbeitsverhältnisse abzurechnen und sozialversicherungsrechtlich abzusichern, nicht unnötig eingeschränkt werden.

Zusätzlich: Massnahmen bei illegaler Arbeit

Unverschuldete Beitragslücken bei illegaler Arbeit sind grundsätzlich stossend und die Bekämpfung davon nicht nur im Sinn der Ausgleichskassen, sondern auch der gesetzeskonform agierenden Arbeitgeber. In Fällen von Schwarzarbeit ist deshalb die Verwirkungsfrist zu verlängern und die Zuschläge gemäss Art. 14bis AHVG konsequent zu nutzen.

Selbstständige

Die Taskforce Culture kann nicht nachvollziehen, wieso der Beitragssatz für Selbstständige einseitig erhöht wird. Die Begründung der vermeintlichen Rechtsungleichheit lässt ausser Acht, dass die unterschiedlichen Voraussetzungen in der sozialen Absicherung von Unselbstständigen und Selbstständigen berücksichtigt werden müssen. Aufgrund tiefer und schwankender Erwerbseinkommen haben viele Selbstständige nur begrenzte Möglichkeiten, eine angemessene Altersvorsorge aufzubauen. Die Vorlage des Bundes erwähnt selber, dass mehr als 70% der Selbstständigen unter der aktuellen Grenze des degressiven Beitragssatzes (CHF 60’500) liegen. Einen Beleg dafür, dass dieses Ausmass im Widerspruch dazu stehen soll, «die Selbstständigerwerbenden mit wirklich tiefen Einkommen [zu] entlasten», bleibt die Vorlage aber schuldig, da sie keinerlei vertiefte Analyse über die wirtschaftliche Situation der Selbstständigen enthält. Es ist aus Sicht der Taskforce Culture mindestens so plausibel davon auszugehen, dass die Zahl die grundsätzlich schwierige Lage von Selbstständigen widerspiegelt.

Ebenfalls nicht überzeugend ist die Begründung in der Vorlage, «Selbstständigerwerbende können sich heute der 2. Säule anschliessen und haben im Rahmen der 3. Säule gar weitergehende Möglichkeiten als Arbeitnehmende.» Zwar können sich Selbstständigerwerbende freiwillig in der 2. Säule versichern, nötigenfalls bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG. Diese rechtliche Möglichkeit bedeutet jedoch nicht, dass sich Kulturschaffende mit tiefen und schwankenden Einkommen eine ausreichende Vorsorge tatsächlich leisten können. Auch die vermeintlich «weitergehenden Möglichkeiten» in Bezug auf die 3. Säule vermögen die Anhebung des Beitragssatzes nicht zu rechtfertigen, insbesondere nicht in Kombination mit der Erwähnung der 2. Säule: Die Möglichkeit, höhere Beiträge in die 3. Säule einzuzahlen, steht ja explizit nur Personen offen, die keiner Einrichtung der 2. Säule angehören, und dient zur Kompensation dieses Mangels – ein direkter Zusammenhang mit den AHV-Beiträgen ist nicht gegeben.

Zu guter Letzt ist das Argument, dass der geringere Beitragssatz der Selbstständigen zu «Wettbewerbsverzerrungen führen» kann, höchst irreführend und suggeriert, dass es eine freie Entscheidung sei, sich selbstständig zu machen. Vielmehr ist diese (zu Recht) an enge Vorgaben von Gesetz, Verordnung sowie festgeschriebene Praxis der Ausgleichskassen gebunden. Die Taskforce Culture teilt die Bedenken, dass Arbeitgebende ihre Angestellten mitunter aus Kosten- und Aufwandsgründen in die Selbstständigkeit zwingen, dies ist jedoch nicht zu bekämpfen, indem der Beitragssatz angehoben wird. Vielmehr wäre dies durch zusätzliche Massnahmen und Anstrengungen im Rahmen des bereits existierenden Rechts im Kampf gegen Scheinselbstständigkeit zu erreichen.

Die Taskforce Culture kann zwar nachvollziehen, dass die Finanzierung der AHV den Bund vor grosse Herausforderungen stellt und will nicht in Frage stellen, dass auch Selbstständige ihren Beitrag dazu leisten sollen. Aber gerade weil viele Kulturschaffende auch aus äusserem Zwang als Selbstständige arbeiten müssen, zeigt die Beratungspraxis von Suisseculture Sociale, wie prekär und mangelhaft abgesichert die Situation von Selbstständigen meist ist. Eine einseitige Zusatzbelastung der Selbstständigen, welche deren seltene «Vorteile» aufhebt, ohne die Gesamtsituation zu betrachten und systembedingte Nachteile gegenüber den Angestellten zu korrigieren, kann aus dieser Perspektive nicht zielführend sein.

Absenkung der Obergrenze des degressiven Beitragssatzes

Auch in Bezug auf die pauschale Absenkung der Obergrenze der degressiven Beitragsskala für Selbstständige kommt die Taskforce Culture nicht umhin festzustellen, dass die Vorlage des Bundes dieser Massnahme keine vertiefte Analyse der wirtschaftlichen Situation der betroffenen Selbstständigen zugrunde legt. Vielmehr hält sie lapidar fest, dass «von der Einkommenshöhe nicht generell auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit geschlossen werden darf». Die Aussage ist richtig. Sie unterstreicht aber die Notwendigkeit, bei der Beurteilung der Situation die verschiedenen Erwerbseinkommen und die effektive wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gemeinsam zu betrachten.

Allein die Tatsache, dass auch nach Absenken der Obergrenze nur 60% aller Selbstständigerwerbenden von der sinkenden Beitragsskala profitieren können, lässt zumindest erahnen, dass die wirtschaftliche Gesamtsituation der Selbstständigen nach wie vor schwierig ist. Anpassungen am degressiven Beitragssatz sind grundsätzlich denkbar, aber Basis für solche Massnahmen muss eine vertiefte Analyse der gesamtwirtschaftlichen Situation der Selbstständigen bilden und nicht nur die Feststellung, dass Selbstständige grundsätzlich über tiefe Einkommen verfügen.

Massnahmen zur Förderung der Weiterarbeit – Massnahmen in der 1. Säule
Anhebung des Freibetrags

Die Taskforce Culture lehnt eine Anhebung des Freibetrags ab, insbesondere zu einem Zeitpunkt, in dem die finanzielle Gesamtplanung der AHV gemacht wird. Der Bundesrat selbst sprach bisher von einem «Negativanreiz», wenn es darum ging, ob ein höherer Freibetrag ältere Menschen zu einem längeren Verbleib auf dem Arbeitsmarkt bewegen könne. Die Taskforce Culture teilt diese Einschätzung grundsätzlich und erlaubt sich die Frage, ob der Freibetrag grundsätzlich sinnvoll ist. Mit den Änderungen der letzten Reformen können Beiträge, die nach Erreichen des Referenzalters erwirtschaftet werden, gerade bei Personen mit tiefen Einkommen oder solchen, bei denen die Einkommen erst vergleichsweise spät in der beruflichen Karriere ansteigen (beides Situationen, in denen sich viele Kulturschaffende in der Schweiz befinden), substantiell zur Erhöhung des Rentenniveaus und mutmasslich zu einer Entlastung der Ergänzungsleistungen führen. Darüber hinaus können solche Freibeträge zu eben jenen Wettbewerbsverzerrungen führen, die in der Vorlage fälschlicherweise bei den Selbstständigen vermutet werden.

Es ist vor diesem Hintergrund in Erwägung zu ziehen, das aktuelle System umzustellen und anstelle eines automatisch gewährten Freibetrags, auf den verzichtet werden kann, einen von den Versicherten zu beantragenden Freibetrag einzuführen.

Aufhebung des Höchstalters

Die Taskforce Culture betrachtet die Aufhebung des «Höchstalters» höchst skeptisch. Ein Höchstalter für die Erwerbstätigkeit existiert schon unter aktuellem Recht nicht. Neu sollen die Möglichkeiten ausgedehnt werden, durch einen Aufschub eine höhere Rente zu erreichen. Zwar stellt die Taskforce Culture fest, dass gerade selbstständige Kulturschaffende weit über das Referenzalter hinaus ihre Tätigkeit weiter ausüben und ausüben wollen – es besteht dabei aber die reale Gefahr, dass sich gerade Personen mit tiefen Einkommen gezwungen fühlen, sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld behaupten zu müssen in der Hoffnung, später eine leicht erhöhte Rente zu erhalten.

Datenerfassung

Die Taskforce Culture teilt vollumfänglich die in der Vorlage geäusserte Einschätzung, dass die vorhandenen Daten nicht ausreichen, um neue Finanzierungs- und Leistungsmodelle faktenbasiert zu planen. Unser Mitglied Suisseculture Sociale ist seit längerer Zeit mit dem Bundesamt für Statistik BFS in Kontakt, um insbesondere die Datenlage zur bisher nur spärlich von der öffentlichen Hand erhobenen Situation in der Kulturbranche, bzw. für die Selbstständigen generell zu verbessern.

Die in der Vorlage gemachten Vorschläge sind nicht falsch, gehen aber nicht weit genug. Eine reine Erhebung der Daten zu Beschäftigungsgraden und (nicht standardisierten und somit mutmasslich nur schwer verwertbaren) Berufen bringt dabei wenig Verbesserung.

Als Basis für Überlegungen, wie sie in der aktuellen Vorlage zur Situation von Selbstständigen und deren Beitragsgerechtigkeit gemacht werden, ist eine vertiefte Analyse zur gesamtwirtschaftlichen Situation der AHV-Beitragszahlenden nötig, die die verschiedenen Tätigkeiten (seien diese angestellter oder selbstständiger Natur) in Verbindung setzt und sie auf das Verhältnis zwischen Umsatz und beitragspflichtigem Erwerbseinkommen hin untersucht. Allein die Frage zu klären, was denn «wirklich tiefe Einkommen» sind, wie sie in der Vorlage formuliert werden, wäre dabei von essentieller sozialpolitischer Bedeutung.

Insbesondere fordert die Taskforce Culture in diesem Zusammenhang eine detaillierte Analyse speziell vulnerabler Branchen, in denen Selbstständigkeit, hybride Arbeitsverhältnisse und prekäre Arbeitsbedingungen übermässig vorkommen, darunter jene der Kultur.

Newsletter September 2026 – Ja zum Kunsthaus Zürich – Kulturförderung 2027 festigen

Newsletter vom 14. September 2026

Liebe Mitglieder,
geschätzte Interessierte

Der Vorstand von Pro Kultur Kanton Zürich empfiehlt für die Volksabstimmung in der Stadt Zürich einstimmig:
Ja zum Kunsthaus Zürich am 27. September 2026.

Und auf Kantonsebene begrüssen wir das geplante Budget des Regierungsrats, das die Kulturförderung 2027 weiter stabilisieren soll.

Im Namen des Vorstands
Eva-Maria Würth, Präsidentin
Philippe Sablonier, Geschäftsleiter


Pro Kultur Kanton Zürich sagt JA zum Kunsthaus Zürich.

Am 27. September 2026 stimmt die Bevölkerung der Stadt Zürich über eine Beitragserhöhung für das Kunsthaus Zürich ab. Pro Kultur Kanton Zürich empfiehlt, der Vorlage zuzustimmen.

Der Vorstand von Pro Kultur Kanton Zürich ist überzeugt, dass es richtig ist, das Kunsthaus Zürich finanziell zu stärken, damit es auf stabilem Boden in die Zukunft geführt werden kann.

Das Kunsthaus Zürich ist Teil eines kulturellen Gesamtsystems und garantiert als grösstes Kunsthaus der Schweiz die Aufmerksamkeit für Zürich als Kunststandort insgesamt. Es ist wichtig, dass sich das Kunsthaus als Ort der Begegnung, der Bildung und der Inspiration weiterentwickeln kann.

Am 27. September: JA zum Kunsthaus. JA zu Zürich.


Regierungsrat will Kulturförderung 2027 weiter festigen.

Ende August hat der Regierungsrat des Kantons Zürich das kantonale Budget für das Jahr 2027 und die Planung für die Folgejahre 2028 bis 2030 vorgestellt. Darin sieht er vor, die Mittel für die freie Kulturförderung auf dem Vorjahresniveau zu stabilisieren. Pro Kultur Kanton Zürich begrüsst das Vorhaben des Regierungsrats.

In den kommenden Wochen können die Mitglieder des Kantonsrats Anträge auf Änderungen stellen. Über das Budget entscheidet der Kantonsrat anfangs Dezember. Pro Kultur Kanton Zürich empfiehlt dem Antrag des Regierungsrats zu folgen. Denn es ist wichtig, dass die Errungenschaften der Vorjahre ihre Wirkung für einen lebendigen Kulturkanton entfalten können.

Die geplanten Massnahmen zur Förderung der Kultur auf dem Land, in den Gemeinden, den mittelgrossen Städten und in den Agglomerationen sollen schrittweise umgesetzt werden können. Auch muss die Verbesserung der Produktionsbedingungen und der sozialen Sicherheit von Kulturschaffenden weiter vorangetrieben werden. Das geht nur, wenn das kantonale Kulturförderbudget nicht gekürzt, sondern stabilisiert wird.

Nein zur SRG-Halbierungsinitiative am 8. März 2026!

SRG halbiert – Kultur verliert.

Der Vorstand von Pro Kultur Kanton Zürich empfiehlt einstimmig die Initiative «200 Franken sind genug!», die so genannte SRG-Halbierungsinitiative, abzulehnen. Bei einer Annahme der Initiative wären die Folgen für die Schweizer Kultur dramatisch, auch im Kanton Zürich.

Für die Schweizer Kultur ist die SRG nicht einfach ein Medienanbieter unter vielen. Die SRG ist eine tragende Säule der Kultur und des Kulturschaffens in der Schweiz.

SRG berichtet über Kultur. 

Während sich die Zeitungen und private Medien aus der Kulturberichterstattung immer mehr zurückziehen, erfüllt die SRG hier eine wichtige Rolle und berichtet über Kulturereignisse in und aus den Regionen.

SRG produziert Schweizer Kultur.

Die SRG ist die grösste Kulturproduzentin im Land. Sie ist wichtig für den Schweizer Film, die Schweizer Musik, die Schweizer Literatur – überhaupt für die Schweizer Kultur.

SRG macht Kultur erlebbar.

Die SRG ist eine wichtige Kulturvermittlerin und bringt Kulturformate näher zu den Menschen.

SRG schafft Sichtbarkeit.

Über die Auslandsmandate 3Sat, TV5 Monde, Arte, tvsvizzera.it und swissinfo.com werden Schweizer Kulturereignisse auch in einem grösseren Rahmen weit über die Schweiz hinaus sichtbar.

SRG verbindet.

Die SRG sorgt für den kulturellen Zusammenhalt in unserem Land. Ausserdem ist die SRG mit ihren Sendern ein zentrales Medium für Menschen mit Beeinträchtigungen. In der Schweiz leben fast eine Million Menschen mit einer Sinnesbehinderung. Mittels Untertitelung, Audiodeskription und Gebärdensprache bietet die SRG diesen Menschen Zugang zu Kultur.

Mehr erfahren >>>

Argumente >>>

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Tschugger sagt Nein >>>

Budgetdebatte 2025 – Mehrheit des Kantonsrats stellt sich hinter Kulturförderung

 

Newsletter vom 9. Dezember 2025

Budgetdebatte 2025

Mehrheit des Kantonsrats stellt sich hinter Kulturförderung

Der Kantonsrat Zürich hat heute Dienstag, 9. Dezember das Kulturbudget 2026 verhandelt. Er ist dem ausgewogenen und zukunftsweisenden Antrag der Regierung gefolgt, den auch Pro Kultur Kanton Zürich unterstützte. Kürzungsanträge wurden abgelehnt.

Zwei Kürzungsanträge, eingereicht von Vertretern der FDP und der SVP, scheiterten an der geschlossenen Stimme von GLP, EVP, Mitte, SP, Grüne und AL. Mit der Ablehnung der Kürzungsanträge kann die laufende Entwicklung zur kantonsweiten Unterstützung der kleinen und mittleren Institutionen, der Kulturprogramme der Gemeinden und der mittelgrossen Städte sowie der Agglomerationen weiter aufgebaut werden.

Ebenso kann die seit Jahren überfällige Verbesserung der Arbeits- und Einkommensbedingungen der freien Kulturschaffenden angepackt werden. Ausserdem dürften nun weitere Betriebsbeiträge den Erfordernissen der Zeit angepasst werden. Nämlich jene, die seit der ehemaligen Plafonierung noch nicht berücksichtigt werden konnten.

Deutliches Mehr für bessere Arbeitsbedingungen

Der erste Kürzungsantrag im Umfang von 2.14 Mio. Franken betraf die freie Kulturförderung (Fachstelle Kultur) und stellte sich explizit gegen eine Verbesserung der teils prekären Einkommenssituation von Kulturschaffenden. Mit 96 zu 74 Stimmen lehnte der Kantonsrat die Vorlage ab.

Auch der zweite Kürzungsantrag in der Höhe von 2 Mio. Franken stellte sich gegen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Kulturschaffenden und wollte gegen kleine und mittlere Kulturbetriebe (Kulturfonds) vorgehen. Auch diese Vorlage lehnte der Kantonsrat mit 96 zu 74 Stimmen ab.

Dank Ablehnung der Kürzungsanträge kann die Einführung des so genannten Zweisäulenmodells nach sechs Jahren nun abgeschlossen werden. Dieses sieht vor, dass die Kulturförderung einerseits aus Lotteriefondsgeldern (Kulturfonds) und andererseits aus Steuergeldern finanziert wird.

Kantonsrat stärkt das kulturelle Leben im Kanton Zürich

Fazit: Mit der Zustimmung zum Kulturbudget 2026 des Regierungsrates festigt der Kantonsrat das Zweisäulenmodell. Damit stärkt er das gesellschaftliche und kulturelle Leben im Kanton. Das ist gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten ein wichtiges Signal für Zusammenhalt und Identität.

Der Beschluss des Kantonsrates ist noch nicht in Stein gemeisselt; das Gesamtbudget des Kantons muss kommende Woche in der Schlussabstimmung noch bestätigt werden. Im Raum steht eine Steuerfusssenkung. Je nach Beschluss werden alle Direktionen pauschale Kürzungen vornehmen müssen, darunter auch der Bereich Kultur.

Bis bald

Im Namen des Vorstands
Eva-Maria Würth, Präsidentin
Philippe Sablonier, Geschäftsleiter

Taskforce Culture – Brief an den Bundesrat zur Schweizer Teilnahme an Arbeitsbereich Kultur von Creative Europe

16.6.2025

Schweizer Teilnahme an Arbeitsbereich «KULTUR» von «Creative Europe» jetzt sicherstellen – unabhängig von Bilateralen III möglich

Sehr geehrte Bundesrätinnen und Bundesräte

Wir nehmen zur Kenntnis, dass die Schweiz das Programm «Creative Europe» im aktuellen Verhandlungspaket der Bilateralen III (Paket «Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz–EU») nicht berücksichtigt hat, obwohl die EU ausdrücklich bereit ist, eine Beteiligung der Schweiz zu ermöglichen.

Diese Situation erstaunt umso mehr, da der Bundesrat bereits seit 2012 in jeder Kulturbotschaft auf die Bedeutung des europäischen Programms «Creative Europe» für das Schweizer Kulturschaffen hinweist und den Willen betont, wieder vollumfänglich daran teilnehmen zu wollen.

Nur eine uneingeschränkte Teilnahme an «Creative Europe» kann die Diskriminierung der Schweizer Kulturschaffenden auf europäischer Ebene beenden.

Es ist wichtig festzuhalten, dass die Teilnahme an den Arbeitsbereichen «Kultur» und «Media», sowie dem «sektorübergreifenden» Arbeitsbereich von «Creative Europe» nicht zwingend gemeinsam erfolgen muss. Das bedeutet, dass die Schweiz bereits jetzt am Arbeitsbereich «Kultur» teilnehmen kann, ohne zuvor ihre nationale Gesetzgebung an die EU-Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD) anpassen zu müssen.

Das Programm «Creative Europe 2021 – 2027» wird von der EU mit einem Gesamtbudget von 2,44 Milliarden Euro veranschlagt. Die Hauptziele sind gemäss EU folgende:

1. Wahrung, Entwicklung und Förderung der europäischen kulturellen und sprachlichen Vielfalt und des europäischen Kultur- und Spracherbes;
2. Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des wirtschaftlichen Potenzials des Kultur- und Kreativsektors, insbesondere des audiovisuellen Sektors.
Die Initiierung von eigenen internationalen Projekten, die von «Creative Europe» unterstützt werden, ist für Schweizer:innen seit 2014 ganz ausgeschlossen. Zudem können Schweizer Kulturschaffende, Kulturinstitutionen oder Kulturorganisationen erst seit vergangenem Jahr wieder an Programmen oder Wettbewerben teilnehmen, die von «Creative Europe» (mit)finanziert sind. Dies häufig nur, wenn sie die dafür notwendigen finanziellen Mittel vollständig selbst aufbringen. Bei einem Förderetat für «Creative Europe» von 2,44 Milliarden Euro für die Legislatur 2021 bis 2027 entgehen der Schweizer Kultur somit auch wichtige Fördermittel für multilaterale Projekte, Kooperationen, Programme und Weiterbildungen.
Für die Kultur sind der europäische Austausch und die multilaterale Zusammenarbeit lebenswichtig, sowohl für Innovation und Entwicklung wie auch in ökonomischer Hinsicht. Zwar leistet die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia im Bereich des internationalen Kulturaustauschs wichtige Arbeit und die zeitlich befristeten Kompensationsmassnahmen im audiovisuellen Bereich bringen durchaus gewisse Verbesserungen. Doch das reicht schlicht nicht aus.
Soll die Schweizer Kultur auf dem europäischen Kunst- und Audiovisionsmarkt weiterhin bestehen, muss jetzt gehandelt werden! Ansonsten ist auch der wirtschaftliche Schaden beträchtlich und zu einem guten Teil irreversibel.
Deshalb fordert die Taskforce Culture – ein sparten- und verbandsübergreifender Zusammenschluss von über 100 Schweizer Kulturverbänden und -organisationen – den (Wieder)beitritt der Schweiz auch zum europäischen Kulturprogramm «Creative Europe», neben «Erasmus+» und «Horizon».
Für den Schweizer Kulturbereich ist die Teilnahme an allen drei Programmen essentiell, denn diese bauen aufeinander auf und ergänzen sich gegenseitig!
Wir appellieren daher eindringlich an Sie, parallel zu den Bilateralen III, die Verhandlungen umgehend zu starten, um in einem ersten Schritt die Teilnahme der Schweiz am Arbeitsbereich «Kultur» des Programms «Creative Europe» zu gewährleisten. Die Europäische Union ist bereit, die Verhandlungen jederzeit aufzunehmen.
Wir danken Ihnen herzlich für die Berücksichtigung unseres Anliegens. Sehr gerne sind wir auch bereit, in einem persönlichen Gespräch die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Teilnahme an «Creative Europe» zu erläutern.
Freundliche Grüsse
Taskforce Culture

Kultur ist systemrelevant – Taskforce Culture warnt vor Kurzsichtigkeit beim Entlastungspaket 27

Medienmitteilung der Taskforce Culture vom 4. Mai 2025

Die Taskforce Culture – ein sparten- und verbandsübergreifendes Netzwerk von über 70 Schweizer Kulturverbänden und -organisationen – veröffentlicht heute ihre Stellungnahme zur Vernehmlassung des Entlastungspakets 27.

Die geplanten Kürzungen im Kulturbereich bedrohen nach Ansicht der Taskforce Culture nicht nur die Vielfalt und Innovationskraft der Schweizer Kultur, sondern schwächen auch gezielt die gesellschaftliche Resilienz – in einer Zeit, in der diese Stärke strategisch wichtiger denn je ist.

Kulturpolitik ist Sicherheitspolitik: Weitsicht statt Spardiktat
Kultur ist kein Nebenschauplatz. Sie trägt zu Bildung, Identität, Innovationskraft und internationaler Ausstrahlung der Schweiz bei. Gerade angesichts hybrider Bedrohungen und gesellschaftlicher Polarisierung mahnt die Taskforce Culture: Der Schutz kultureller Infrastrukturen ist eine Investition in die demokratische Widerstandsfähigkeit des Landes. Die geplanten Einsparungen bedrohen kulturelle Bildung, internationale Kooperationen und die kreative Wirtschaft – genau jene Bereiche, die der Schweiz auch in schwierigen Zeiten Stabilität und Dynamik sichern.

Zitat Taskforce Culture
«Wer heute an der Kultur spart, riskiert morgen den gesellschaftlichen Zusammenhalt», so die Taskforce Culture. «In einer Zeit, in der Resilienz zur härtesten Währung wird, darf die Schweiz nicht am falschen Ende sparen. Kultur ist keine Subvention, sondern strategisches Kapital.»

Die Story: Die Schweiz auf dem Prüfstand
Die Debatte über das Entlastungspaket 27 stellt eine Richtungsentscheidung dar: Setzt die Schweiz weiterhin auf eine starke, offene Gesellschaft oder opfert sie kulturelle Infrastrukturen kurzfristigen Sparzielen? Die Taskforce Culture fordert: Statt Kürzungen braucht es gezielte Investitionen in gesellschaftliche Resilienz, kulturelle Vielfalt und demokratische Innovationskraft.

Forderungen im Überblick

– Keine Kürzungen bei kulturellen Institutionen und Programmen.

– Schutz der kulturellen Vielfalt als strategisches Standortmerkmal.

– Stärkung kultureller Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe, insbesondere für Kinder und Jugendliche.

– Bewahrung internationaler Kulturpartnerschaften als Beitrag zur hybriden Sicherheitspolitik.

– Verankerung kultureller Resilienz als strategisches Ziel der Schweizer Politik.

Stellungnahme von Pro Kultur Kanton Zürich zum Entlastungspaket 27 des Bundes

26. April 2025

Der Bund plant auf 2027 ein so genanntes Entlastungspaket der Bundesfinanzen. Entlastung klingt gut, bringt aber diverse Kürzungen im Kulturbereich mit sich. Die Taskforce Kultur hat in Rücksprache mit Kulturverbänden eine Stellungnahme erarbeitet. Pro Kultur Kanton Zürich hat die Stellungnahme übernommen, mit kleinen Anpassungen versehen und im Namen von Pro Kultur Kanton Zürich beim Bund eingereicht.

>>> Stellungnahme von Pro Kultur Kanton Zürich zu Handen des Bundes (PDF, 13 Seiten)

Mitgliederversammlung 2025 (GV) Montag, 10. März 2025, 19.15 Uhr in der ZHdK Zürich

Montag, 10. März 2025, 19.15 Uhr

Zürcher Hochschule der Künste ZHdK, Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich (Viaduktraum 2.A05)

Mitgliederversammlung 2025 (GV) von Pro Kultur Kanton Zürich

Programm

19.15 Uhr
Mitgliederversammlung


Grusswort von Andreas Vogel, ZHdK
Direktor Departement Kulturanalysen und Vermittlung


Traktanden

1 Begrüssung
2 Wahl der Protokollführung
3 Wahl der Stimmenzählenden
4 Abstimmungen
    A Protokoll GV 2024
    B Jahresbericht 2024
    C Jahresrechnung 2024 und Revisionsbericht (Décharge Vorstand)
    D Mitgliederbeiträge 2025
    E Budget 2025
5 Ausblick
6 Rücktritte Vorstand und Verabschiedungen
7 Wahlen Vorstand | Präsidium | Revisor (Rechnungsprüfung)
8 Varia

20.15 Uhr
Kulturdialog

mit Seraina Rohrer, Leiterin Fachstelle Kultur Kanton Zürich
Referat zu den aktuellen und künftigen Schwerpunkten und Herausforderungen der Kulturförderung im Kanton Zürich
mit anschliessender Fragerunde und Diskussion

21.00
Apéro und Ausklang


Auch Gäste, Nichtmitglieder und künftige Mitglieder sind gegen Voranmeldung herzlich willkommen.

Kulturdialog Montag, 10. März 2025, 20.15 Uhr in der ZHdK Zürich

Montag, 10. März 2025, 20.15 Uhr

Zürcher Hochschule der Künste ZHdK, Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich (Viaduktraum 2.A05)

Kulturdialog für Mitglieder und Interessierte.

Austauschtreffen mit Gastreferat von

Seraina Rohrer, Leiterin Fachstelle Kultur Kanton Zürich

Seraina Rohrer ist seit sechs Monaten neue Leiterin der Fachstelle Kultur des Kantons Zürich und spricht über die aktuellen und künftigen Schwerpunkte und Herausforderungen der Kulturförderung im Kanton Zürich.

Anschliessende Fragerunde und offene Diskussion.

Fragen stellen, Anliegen einbringen, an der Diskussion teilnehmen.
Für Mitglieder von Pro Kultur Kanton Zürich. Gäste willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos. Eintritt frei.

Was ist der Kulturdialog?

Mit der Veranstaltungsreihe «Kulturdialog» bietet Pro Kultur Kanton Zürich Mitgliedern und Kulturinteressierten eine Plattform zum gemeinsamen Austausch. Umrahmt wird der Kulturdialog jeweils von einem Fachreferat.

 

Kantonsrat lehnt FDP-Antrag zur Kürzung der Kulturförderung ab

9. Dezember 2024

Abstimmungsresultate der Budgetdebatte des Kantonsrats zur Kulturförderung vom Montag, 9. Dezember 2024

Kantonsrat stellt sich mehrheitlich hinter die Kulturförderung

Die Angaben gelten vorläufig unter der Annahme, dass der Kantonsrat bei der Schlussabstimmung zum am Montag, 16. Dezember das Budget 2025 annehmen wird.

Kürzung der Staatsmittel für die Fachstelle Kultur abgelehnt

Der Kantonsrat hat mit einer Mehrheit von 98 zu 76 Stimmen den FDP-Antrag zur Kürzung der Staatsmittel für die freie Kultur abgelehnt. Nein sagten Die Mitte, EVP, GLP, AL, SP und die Grünen. Für die Kürzung stimmten FDP und SVP. Damit ist die kantonale Unterstützung der Kulturförderung in den Gemeinden sowie der Institutionen sichergestellt.

Komplette Streichung des Teuerungsausgleichs für das Opernhauspersonal abgelehnt

Abgelehnt mit 152 zu 23 Stimmen wurde der GLP-Antrag (KEF-Erklärung Nr. 14 für die Planjahre 2026 bis 2028) auf kompletten Verzicht des Teuerungsausgleichs für das Opernhauspersonal für die kommenden Jahre. Dem Antrag stimmte einzig die GLP zu, alle anderen Parteien – SVP, FDP, EVP, Die Mitte, SP, Grüne und AL – lehnten ihn ab. Jedoch überwies der Kantonsrat die KEF-Erklärung Nr 12, die eine generelle Halbierung des Teuerungsausgleichs für das gesamte Staatspersonal verlangt. Davon ist auch das Opernhauspersonal betroffen. Da es sich um einen Planungsantrag (KEF-Erklärung) handelt, kann ihn der Regierungsrat annehmen oder ablehnen. Der Regierungsrat ist nicht verpflichtet, diesen Antrag umzusetzen.

Fachstelle Kultur darf Stellenetat nur reduziert den Bedürfnissen anpassen

Die Fachstelle Kultur darf ihren Personalbestand nur um 0,9 anstatt der geplaten 1,8 Stellen zur Bewältigung der gestiegenen Anforderungen aufstocken. Das hat der Kantonsrat äusserst knapp mit 88 zu 87 Stimmen beschlossen. Dieser Ausgang macht deutlich, wie knapp die Mehrheitsverhältnisse sind und welches Gewicht eine einzelne Stimme hat. Ja zur Reduktion der geplanten Stellen sagten FDP, SVP und Die Mitte, dem Antrag der Regierung und damit gegen die Reduktion votierten EVP, GLP, Grüne, SP und AL.

Keine forcierte Förderung der mittelgrossen Städte

Der Antrag der SP für eine stärkere Kulturförderfinanzierung der mittelgrossen Städte lehnte der Kantonsrat mit 106 zu 67 Stimmen ab. Gegen eine bessere Berücksichtigung der mittelgrossen Städte stimmten FDP, SVP, GLP und Die Mitte, dafür votierten SP, Grüne, EVP und AL.