Die finanzpolitischen Forderungen von Pro Kultur Kanton Zürich.

Unser Ziel ist die Sicherstellung der Finanzierung der öffentlichen Kulturförderung.

Der Verfassungsauftrag ist einzuhalten und die Kulturförderung auf finanziell solide Beine zu stellen – mit langfristiger Planungssicherheit für alle Beteiligten:
– für die Kulturbetriebe,
– für die festangestellten Kulturschaffenden,
– für das freie Kulturschaffen (freie Szene),
– für die Gemeinden.

1. Zwei-Säulen-Finanzierung – freie Mittel der Kulturförderung im Staatshaushalt verankern!

Die Kulturförderung soll künftig auf einem soliden Zwei-Säulen-Prinzip beruhen, das in erster Linie auf Staatsmittel und nur subsidiär auf Lotteriefondsgelder baut. Ein angemessener Anteil der freien Mittel für die Kulturförderung muss ab 2022 wieder aus Staatsmitteln stammen und ins ordentliche Budget des Kantons eingeschrieben werden.

2. Anteil Kultur im Lotteriefonds auf 30 Prozent setzen!

Der Anteil für die Kultur aus dem Lotteriefonds muss auf 30 Prozent erhöht werden. Die vom Regierungsrat beantragten 25 Prozent sind zu tief.

3. Freie Mittel der Kulturförderung mit 46 Millionen Franken ausstatten!

Die freien Mittel sowohl für die Projektförderung als auch für Investitionen und Betriebsbeiträge für kleine und mittlere Institutionen müssen auf eine solide finanzielle Basis gestellt werden. Sie sollen ab 2022 aus Staatsmitteln und Lotteriefonds zusammen 46 Millionen Franken betragen.

4. Institutionen durch Staatsbeiträge unterstützen – gesetzlich verankerte Betriebsbeiträge nicht kürzen!

Die gesetzlich verankerten Betriebsbeiträge für die grossen Kulturinstitutionen wie Opernhaus oder Theater Kanton Zürich dürfen nicht gekürzt werden.

5. Kultursparten nicht gegenseitig kannibalisieren!

Die Finanzierung bestehender und neuer Aufgaben darf nicht mit Kürzungen der aktuellen Kulturförderung kompensiert werden.