weniger Staat – mehr kulturelle Freiheit

Als Miturheber der nationalen NoBillag-Initiative vertrete ich naheliegenderweise die Auffassung, dass Kultur nur wahrlich frei ist, wenn sie per se nicht vom Steuerzahler mitfinanziert werden muss. Das politisch-tendenzgerichtete Milieu weiter Künstlerkreise in der Schweiz lässt sich m.E. primär durch die enorme Nähe von Staatsfunktionären und Kulturakteuren erklären – was mit Blick auf die individuelle Freiheit des Steuerzahlers durchaus problematisch ist. Denn schliesslich ist Kultur ein – ja auch schöner – Luxus. Doch Luxus soll nicht vom Steuerzahler finanziert werden, ist der Staat doch primär dazu da, um Selbstjustiz in einem freien Land zu verhindern, und nicht, um Begehrlichkeiten von Einzelgruppen zu finanzieren. Denn selbstverständlich kann auch Kultur nach frei-marktwirtschaftlichen Gesetzen von Angebot und Nachfrage funktionieren. Es liegt am Einzelnen (nicht: Staat), dafür zu sorgen, dass es auch niveauvollere Angebote als nur Brot-und-Spiele-Saufveranstaltungen gibt. Denn auch für Stil und Niveau gibt es – Gott sei Dank – noch immer Nachfrage!