Unsere Position.

Wir sagen JA zu einer starken Kultur im Kanton Zürich!

Damit der Kanton Zürich auch in Zukunft …

# zeitgenössisches und traditionelles Kulturschaffen pflegt und erhält.

# Kunst und Kultur sowohl auf dem Land als auch in den Städten fördert.

# über ein Kulturleben verfügt, dessen Vielfalt und Strahlkraft Weltklasse ist.

# zu den attraktivsten Lebens- und Arbeitsräumen der Schweiz zählt.

# ein Ort für Innovation ist.

Die öffentliche Kulturförderung des Kantons Zürich ist im Umbruch und nur noch bis Ende 2021 gesichert. Grund dafür ist ein kantonsrätlicher Beschluss (5125) aus dem Jahr 2015, der die freien Mittel der Kulturfördergelder aus dem Staatshaushalt strich. Diese stammen seither aus den Reserven des Lotteriefonds. Sie betragen jährlich 22,7 Millionen Franken und sind befristet bis Ende 2021.

Das neue kantonale Lotteriefondsgesetz (LFG), über das der Kantonsrat voraussichtlich 2019 abstimmen wird, sieht vor, dass die bisherige Praxis um zwei Jahre verlängert wird. Ab 2024 sollen die Beiträge aus dem Swisslos-Reingewinn für die freie Kulturförderung reduziert und dem Kulturfonds überdies neue Aufgaben übertragen werden, die bis anhin anders finanziert wurden. Bei Annahme der Gesetzesvorlage stehen der bisherigen freien Kulturförderung ab 2024 aus dem Lotteriefonds über 6 Millionen Franken weniger zur Verfügung. Das entspricht gegenüber heute einer Kürzung um mehr als einem Viertel. Weiterlesen >


Die Lösung: Zwei-Säulen-Prinzip der Kulturförderung.

Kulturförderung gehört ins ordentliche Budget 

Pro Kultur Kanton Zürich ist der Auffassung, dass die öffentliche Kulturförderung aus Staatsmitteln zu bestreiten und dementsprechend im ordentlichen Budget anzusiedeln ist. Die Finanzierungsbasis muss aus Staatsmitteln gebildet werden. Lotteriefondsgelder sind nur subsidiär zu verstehen – die Kulturförderung darf nicht ausschliesslich von Lotteriefondsgeldern abhängig sein. Politisch mehrheitsfähig allerdings wird nur eine Mischfinanzierung aus Staatsmitteln und Lotteriefondsgeldern sein, also eine Lösung, die sich auf zwei Säulen abstützt.

Erste Säule: Staatsmittel – institutionelle Kulturförderung

Die erste Säule finanziert sich aus dem ordentlichen Budget aus Staatsmitteln und sichert die institutionelle Kulturförderung. Sie unterscheidet zwischen gesetzlich gebundenen Betriebsbeiträgen (Opernhaus, Theater Kanton Zürich) und einem freien Kredit zur Förderung grosser Institutionen sowie der Kulturprogramme der Gemeinden. Sie gewährt den Kulturbetrieben und den Gemeinden Stabilität und Planungssicherheit.

Zweite Säule: Lotteriefonds – projektbezogene Kulturförderung

Die zweite Säule wird aus dem Lotteriefonds genährt und sichert die projektbezogene Kulturförderung. Die Projektförderung ermöglicht Flexibilität, Dynamik und Innovation, von der das zeitgenössische Kulturschaffen lebt. Diese Förderung kann je nach vorhandenen Mitteln grösser oder geringer ausfallen, ohne dass dadurch die Existenz von Institutionen gefährdet würde. Allerdings ist zu bedenken, dass sich bei knappen und schwankenden Mitteln die Produktionsbedingungen für die Kulturschaffenden verschlechtern. Professionelles Kulturschaffen ist auf Kontinuität angewiesen. Daher ist auch die zweite Säule möglichst stabil aufzubauen, sei es mit einem angemessenen Anteil der Lotteriefondserträge oder optional mit zusätzlicher Unterstützung aus Staatsmitteln.

Bei «Die Lösung: Das-Zwei-Säulen-Prinzip» weiterlesen >


Unsere finanzpolitischen Forderungen

Unser Ziel ist die Sicherstellung der Finanzierung der öffentlichen Kulturförderung.

Der Verfassungsauftrag ist einzuhalten und die Kulturförderung auf finanziell solide Beine zu stellen – mit langfristiger Planungssicherheit für alle Beteiligten:
– für die Kulturbetriebe,
– für die festangestellten Kulturschaffenden,
– für das freie Kulturschaffen (freie Szene),
– für die Gemeinden.

Die Forderungen im Detail finden Sie hier >