Willkommen.

Wir haben die Interessengemeinschaft Pro Kultur Kanton Zürich ins Leben gerufen. Aus gutem Grund.

Die Kulturförderung des Kantons Zürich ist im Umbruch und nur noch bis Ende 2021 gesichert. Pro Kultur Kanton Zürich setzt sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Kulturförderung ein. Wir schaffen eine gemeinsame Stimme für Stadt und Land, für die Breiten- und die Hochkultur.

Machen Sie mit! Setzen Sie ein Zeichen. Werden Sie Mitglied bei Pro Kultur Kanton Zürich!

Die Kulturförderung im Kanton Zürich wird neu geregelt.

Die Kulturförderung des Kantons Zürich und deren Finanzierung steht auf wackligen Beinen. Es ist offen, ob und wie die Kulturförderfinanzierung ab dem Jahr 2022 sichergestellt ist. Grund dafür ist ein kantonsrätlicher Beschluss (5125) aus dem Jahr 2015. Zudem hat das nationale Gesetz über das Geldspiel Auswirkungen auf den Kanton Zürich. Der Kanton wird ein neues Gesetz und dazugehörige Verordnungen über die Verteilung der Lotteriegelder erlassen. Auch die Staatsbeiträge sollen neu geregelt werden.

Wir bilden eine gemeinsame Stimme für die Kultur.

Vor dem Hintergrund dieser Neustrukturierung haben sich im Januar 2018 im Theater Neumarkt in Zürich rund hundert Vertreterinnen und Vertreter von grossen und kleinen Kulturinstitutionen des Kantons Zürich sowie Kulturschaffende aller Sparten des Kantons versammelt und die Plattform Pro Kultur Kanton Zürich ins Leben gerufen. Wir setzen uns als starke, gemeinsame Stimme von Kulturschaffenden, Kulturvermittelnden, Gemeinden, Städten und Interessierten für die umfassende Förderung des kulturellen und künstlerischen Schaffens im Kanton Zürich und dessen Gemeinden ein.

Die Politik stellt jetzt die Weichen.

In den nächsten Wochen und Monaten werden Kantons- und Regierungsrat beraten, wie es mit der Kulturförderung im Kanton Zürich ab 2022 weitergehen wird. Soeben hat der Regierungsrat den Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan 2019 – 2022 (KEF) vorgestellt (3.9.2019). Unsere Bemühungen tragen erste Früchte: Der Regierungsrat macht eine unserer zentralen Forderungen zum Entwicklungsschwerpunkt: die Sicherung der Kulturfinanzierung mittels Zwei-Säulen-Modell. Die Kulturförderung soll künftig sowohl über den Lotteriefonds als auch über Staatsmittel aus dem ordentlichen Budget gesichert werden.

Regierungsrat geht in die richtige Richtung.

Geht es nach dem Regierungsrat, so sollen die Mittel für die freie Kulturförderung von heute 22,7 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds bis 2023 schrittweise um 4,5 Millionen Franken aus Staatsgeldern auf 27,2 Millionen Franken aufgestockt werden. Noch im letztjährigen KEF kommunizierte er das Gegenteil: einen Abbau um mehrere Millionen Franken. Es ist zu beachten, dass die Angaben im KEF bloss Absichtserklärungen des Regierungsrates und damit nicht bindend sind. Die Umsetzung des Zwei-Säulen-Modells bedingt der Zustimmung des Kantonsates. Wie es ab 2022 weitergehen wird, ist vorläufig also noch offen.

Im dem Jahr 2024 kommt dennoch der Abbau.

Das neue Lotteriefondsgesetz sieht eine Übergangsregelung bis Ende 2023 vor. Das bedeutet: spätestens im Jahr 2024 werden die Mittel dennoch knapp. Denn ab dann wird der für die Kulturförderung vorgesehene Lotteriefondsanteil geringer ausfallen als heute. Gemäss Gesetzesentwurf sind 25% der Erträge aus Swisslos für die freie Kulturförderung reserviert – bei 30% könnte der aktuelle Anteil gehalten werden, weshalb sich Pro Kultur Kanton Zürich denn auch für 30% stark macht. Ausserdem wird das Kulturbudget des Kantons ab 2024 durch neue Aufgaben belastet werden, die bis Ende 2023 anders finanziert sind. Von den ursprünglichen 22,7 Millionen Franken stünden bei Annahme des neuen Lotteriefondsgesetzes durch den Kantonsrat ohne Anpassungen der freien Kulturförderung noch knapp 17 Millionen Franken zur Verfügung. Die in Ausicht gestellten zusätzlichen 4,5 Millionen Franken aus Staatsmitteln machen die Lücke nicht wett. Ohne Budgetausgleich stünden der Kulturförderung ab 2024  weniger Mittel zur Verfügung als heute.

Die Fachstelle Kultur geht von einem mittelfristigen Minimalbedarf von jährlich rund 35 Millionen Franken aus. Pro Kultur Kanton Zürich will mehr Innovation erreichen und fordert deshalb 46 Millionen Franken. Die Kulturförderung braucht 2024 also einen positiven Budgetsprung nach oben, sonst droht der Abbau.

Ohne unsere Intervention drohen Kürzungen.

Spätestens ab 2024 also drohen Kürzungen des Kulturbudgets und damit der Verlust des herausragenden Kulturstandorts Zürich. Betroffen wären etablierte Häuser in den Städten genauso wie Klein- und Kleinstproduktionen auf dem Land. Zahlreiche Betriebe beziehungsweise Produktionen aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Film, Literatur und bildende Kunst stünden vor dem Aus. Das Publikum müsste Einbussen bei Qualität und Vielfalt hinnehmen.

Wir ziehen am gleichen Strick!

Anstatt uns bei drohenden Kürzungen einem politischen Gezerre innerhalb der Kultursparten auszuliefern, ziehen wir gemeinsam am gleichen Strick. Es ist an der Zeit, dass sich grosse und kleine Kulturveranstaltende, Kulturvermittelnde sowie Künstlerinnen und Künstler für ihre gemeinsamen Interessen einsetzen. Kultur fördert die Gemeinschaft und muss sowohl in den Städten als auch auf dem Land stattfinden. Auch ausserhalb des Mainstreams. Der Kanton trägt hierfür grosse Verantwortung und muss zur Wahrung dieser übergeordneten, gesellschaftlichen Aufgabe die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen.

Unser Positionspapier: das Factsheet.

Das Factsheet (eine aktualisierte Fassung folgt in den nächsten Tagen) erklärt die Zusammenhänge, warum die öffentliche Kulturförderung akut gefährdet ist und begründet unsere wichtigsten Forderungen für eine nachhaltige öffentliche Kulturförderung.

Machen Sie mit! Setzen Sie ein Zeichen. Werden Sie Mitglied bei Pro Kultur Kanton Zürich!

Pro Kultur Kanton Zürich ist als Verein organisiert und parteipolitisch unabhängig.